Ärzte beschrieben Eiszeittiere

3.Juli 2009

Wiesbaden (public-relations-blog) – Der Höhlenlöwe (Panthera leo spelaea, die Höhlenhyäne (Crocuta crocuta spelaea) und der Höhlenbär (Ursus spelaeus) aus dem Eiszeitalter verdanken ihren wissenschaftlichen Namen zwei deutschen Medizinern. Der Arzt und Paläontologe Georg August Goldfuß (1782-1848), der in Erlangen und in Bonn arbeitete, hat 1810 erstmals den Höhlenlöwen und 1823 erstmals die Höhlenhyäne wissenschaftlich beschrieben. Bereits 1794 hatte der Chirurg Johann Christian Rosenmüller (1771–1820) aus Erlangen die erste Beschreibung des Höhlenbären vorgenommen.

Nachzulesen ist dies in dem Taschenbuch „Höhlenlöwen. Raubkatzen im Eiszeitalter“ des Wiesbadener Wissenschaftsautors Ernst Probst. Die Funde, nach deren Untersuchung der Höhlenlöwe, die Höhlenhyäne und der Höhlenbär benannt wurden, stammen allesamt aus
der Zoolithenhöhle von Burggaillenreuth bei Muggendorf in der Fränkischen Schweiz (Bayern). Dort sind Reste von mehr als 800 Höhlenbären, aber auch von vielen Höhlenhyänen und Höhlenlöwen entdeckt worden. Die in dieser Höhle geborgenen Zähne und Knochen von Höhlenlöwen stammen von rund 30 Tieren. Nirgendwo auf der Erde sind mehr Höhlenlöwen entdeckt worden als in der Zoolithenhöhle!

Die Höhlenlöwen sind vor etwa 300.000 Jahren aus den riesigen Mosbacher Löwen (Panthera leo fossilis) hervorgegangen, die nach dem ehemaligen Dorf Mosbach bei Wiesbaden in Hessen bezeichnet sind. Der Mosbacher Löwe erreichte eine Gesamtlänge von etwa 3,60 Metern und übertraf heutige Löwen damit um rund 50 Zentimeter. Höhlenlöwen brachten es auf maximal 3,20 Meter, womit sie größer als jetzige Löwen in Afrika waren.

Genau genommen, tragen die im Eiszeitalter vor etwa 300.000 bis 11.700 Jahren lebenden Höhlenlöwen einen falschen Namen. Diesen verdanken sie dem Umstand, dass ihre Knochenreste häufig in Höhlen entdeckt wurden. In Wirklichkeit waren diese Löwen aber Tiere der Steppe, der Busch- und Waldtundra und in Gebieten mit Höhlen genauso verbreitet wie in Landschaften ohne Höhlen.

Anders als Höhlenbären und Höhlenhyänen haben Höhlenlöwen vermutlich nur selten Höhlen als Versteck aufgesucht. Wahrscheinlich kamen vor allem geschwächte, kranke oder alte Höhlenlöwen in solche natürlichen Unterschlüpfe und suchten dort Schutz oder einen ruhigen Platz zum Sterben. Womöglich dienten Höhlen auch als Unterschlupf für Löwinnen, die dort ihren Nachwuchs zur Welt brachten und in der ersten Zeit aufzogen.

Sogar in hochgelegenen alpinen Höhlen von Italien, Österreich und der Schweiz hat man Reste von Höhlenlöwen entdeckt. An erster Stelle ist hier die in etwa 2800 Meter Höhe liegende Conturineshöhle in Südtirol (Italien) zu nennen. Weitere Fundorte von Höhlenlöwen sind die Salzofenhöhle bei Grundlsee im österreichischen Bundesland Steiermark (2000 Meter Höhe), die Ramesch-Knochenhöhle in Oberösterreich (1960 Meter Höhe) und die
Höhle Wildkirchli im Ebenalpstock des Säntisgebirges im schweizerischen Kanton Appenzell (ca. 1500 Meter Höhe).

Teilweise sind Höhlenlöwen wohl durch Höhlenhyänen, denen sie zum Opfer gefallen waren, in Höhlen verschleppt worden. Die bis zu etwa 1,50 Meter langen und rund 0,90 Meter hohen
Höhlenhyänen ernährten sich nicht nur von Aas, sondern waren wegen ihrer Körpergröße und Kraft auch fähig, im Rudel zu jagen. Sie fraßen nicht alles vor Ort, sondern schleppten
Fleisch- und Knochenteile zu einem geschützten Fressplatz, der auch in einer Höhle liegen konnte. Dort bissen sie in Ruhe die Knochen auf, um so an das begehrte energiereiche Knochenmark zu gelangen.

Besonders häufig entdeckte man Reste von Höhlenhyänen in so genannten Hyänenhorsten, die sich in Höhlen befanden. Dort brachten sie offenbar über Generationen hinweg ihren Nachwuchs zur Welt und schleppten ihre Beutetiere ein. Hyänenhorste kennt man aus England, Frankreich, Deutschland und der Schweiz. Ein solcher Hyänenhorst war die erwähnte Zoolithenhöhle von Burggaillenreuth gewesen.

Wissenswertes über Säbelzahntiger

3.Juli 2009

Wiesbaden (public-relations-blog) – Welche Schulterhöhe, welche Kopfrumpflänge und welches Gewicht hatten die Säbelzahnkatzen Machairodus, Homotherium und Xenosmilus und die Dolchzahnkatzen Paramachairodus, Megantereon und Smilodon? Wo hat man Reste solcher Raubkatzen gefunden und wer hat sie erstmals wissenschaftlich beschrieben und benannt. Antwort auf diese und viele andere Fragen gibt das Taschenbuch „Säbelzahnkatzen“ des Wiesbadener Wissenschaftsautors Ernst Probst. Es umfasst 328 Seiten, ist reich bebildert und kostet 24,99 Euro. Bestellungen bei www.grin.de - www.amazon.de - www.libri.de

Säbelzahnkatzen oder Säbelzahntiger, wie man sie früher nannte, faszinieren seit eh und je die Menschen in aller Welt. Diese Raubkatzen mit ihren im Extremfall bis zu 28 Zentimeter langen Eckzähnen gehören zu den bekanntesten Säugetieren der Urzeit. Die ersten von ihnen jagten bereits im Miozän vor rund 15 Millionen Jahren auf unserem „Blauen Planeten“. Die letzten verschwanden gegen Ende des Eiszeitalters vor etwa 11.700 Jahren für immer aus der Natur.

Mit diesen mehr oder minder eindrucksvollen Großkatzen befasst sich das Taschenbuch „Säbelzahnkatzen“. Es stellt in Deutschland, Europa, Afrika, Asien und Amerika entdeckte Arten der Säbelzahnkatzen und Dolchzahnkatzen sowie andere prähistorische Raubkatzen vor: nämlich Mosbacher Löwen, Höhlenlöwen, Europäische Jaguare, Leoparden, Schnee-Leoparden, Geparden und Pumas.

Die Idee für dieses Taschenbuch über Säbelzahnkatzen reifte während der Recherchen für die 2009 erschienenden Titel „Der Ur-Rhein. Rheinhessen vor zehn Millionen Jahren“ und „Höhlenlöwen. Raubkatzen im Eiszeitalter“ von Ernst Probst. Denn dabei ging es oft auch um Säbelzahnkatzen oder Dolchzahnkatzen.

Das Taschenbuch „Säbelzahnkatzen“ ist Professor Dr. Helmut Hemmer aus Mainz, Dr. Thomas Keller aus Wiesbaden und Dick Mol aus Hoofddorp (Niederlande) gewidmet. Professor Dr. Helmut Hemmer gilt als international renommierter Experte für fossile Katzen und war früher am Zoologischen Institut der Universität Mainz tätig. Dr. Thomas Keller arbeitet als Paläontologe am Landesamt für Denkmalpflege Hessen in Wiesbaden und hat sich um die Erforschung der Mosbach-Sande und deren fossile Tierwelt verdient gemacht. Dick Mol ist Experte für fossile Säugetiere aus dem Eiszeitalter (vor allem Mammut) aus Hoofddorp (Niederlande). Alle drei haben dem Autor vielfach mit großer Geduld bei den Recherchen für verschiedene Taschenbücher geholfen.

Ernst Probst hat mehr als 30 Bücher und Taschenbücher veröffentlicht. Am bekanntesten sind seine Werke „Deutschland in der Urzeit“, „Deutschland in der Steinzeit“, „Deutschland in der Bronzezeit“, „Rekorde der Urzeit“, „Dinosaurier in Deutschland“ (zusammen mit Raymund Windolf) „Rekorde der Urmenschen“ und „Monstern auf der Spur“.

Der Ur-Rhein. Rheinhessen vor zehn Millionen Jahren

25.März 2009

Wiesbaden (public-relations-blog) - Ein wichtiges Mosaikstück in der teilweise immer noch rätselhaften Geschichte des viertgrößten Stromes Europas ist der Ur-Rhein in Rheinhessen gegen Ende des Miozäns vor etwa zehn Millionen Jahren. Ablagerungen dieses Flusssystems sind die nach einem Rüsseltier bezeichneten Dinotheriensande.

Der Ur-Rhein in Rheinhessen floss ab dem Raum Worms – weiter westlich als in der Gegenwart – auf die Binger Pforte zu. Der damalige Fluss berührte nicht – wie heute – die Gegend von Oppenheim, Nierstein, Nackenheim, Mainz, Wiesbaden und Ingelheim. Das geschah erst später.

Am Ur-Rhein existierte eine exotische Tierwelt, wie man vor allem durch Funde bei Eppelsheim, am Wissberg bei Gau-Weinheim und bei Dorn-Dürkheim weiß. In der Gegend von Eppelsheim etwa lebten Rüsseltiere, Säbelzahnkatzen, Bärenhunde, Tapire, Nashörner, krallenfüßige „Huftiere“, Ur-Pferde und sogar Menschenaffen.

Eppelsheim genießt weltweit in der Wissenschaft einen guten Ruf. Zusammen mit dem Pariser Montmartre gehört der kleine Ort südlich von Alzey zu jenen großartigen Fossillagerstätten, mit denen die Erforschung ausgestorbener Säugetiere in Europa begonnen hat.

Obwohl sich viele Wissenschaftler mit dem Ur-Rhein befasst haben, gibt dieser Fluss weiterhin Rätsel auf. Es sind noch zahlreiche Grabungen und andere wissenschaftliche Untersuchungen nötig, um zumindest die wichtigsten Fragen über seine Entwicklung zu klären.

Das Taschenbuch „Der Ur-Rhein. Rheinhessen vor zehn Millionen Jahren“ stammt aus der Feder des Wiesbadener Wissenschaftsautors Ernst Probst. Er hat zahlreiche Werke über prähistorische Themen – wie „Deutschland in der Urzeit“, „Deutschland in der Steinzeit“, „Deutschland in der Bronzezeit“, „Rekorde der Urzeit“ und „Rekorde der Urmenschen“ – veröffentlicht.

Gewidmet ist das Taschenbuch Dr. Jens Lorenz Franzen (geb. 1937), Paläontologe in Titisee-Neustadt, langjähriger Mitarbeiter des Forschungsinstitutes Senckenberg in Frankfurt am Main, Wiederentdecker der Dinotheriensand-Fundstelle und Begründer der ersten wissenschaftlichen Grabungen bei Eppelsheim,Heiner Roos (geb. 1934), dem Altbürgermeister von Eppelsheim, dessen Idee und Initiative das Dinotherium-Museum in Eppelsheim zu verdanken ist, sowie dem Darmstädter Paläontologen Johann Jakob Kaup (1803-1873), mit dem die Erforschungder Säugerfauna aus den Dinotheriensanden bei Eppelsheim einst angefangen hat.

Zum Gelingen des Taschenbuches „Der Ur-Rhein“ haben Heiner Roos, der Förderverein Dinotherium-Museum e. V. (Eppelsheim), Dr. Jens Lorenz Franzen, Dr. Gerhard Storch, Dr. Jens Sommer, Dr. Frank Holzförster, Professor Dr. Wolfgang Schirmer, Dr. Winfried Kuhn, Dr. Ursula Bettina Göhlich, Mag. Thomas Bence Viola, Dr. Oliver Sandrock, Dr. Thomas Keller und Thomas Engel maßgeblich beigetragen.

Zahlreiche Zeichungen von Tieren, deren fossile Reste in den Dinotheriensanden bei Eppelheim entdeckt wurden, stammen von dem akademischen Maler Pavel Major aus Prag. Sie wurden mit freundlicher Genehmigung des Fördervereins Dinothe-rium-Museum e. V. (Eppelsheim) veröffentlicht.

Höhlenlöwenfunde in deutschen Städten

25.März 2009

Wiesbaden (public-relations-blog) – Auch deutsche Städte mit heute teilweise Hunderttausenden von Einwohnern gehören zu den Fundorten mit Resten von Höhlenlöwen (Panthera leo spelaea) aus dem Eiszeitalter. Das beweisen Fossilien solcher bis zu 3,20 Meter langen und maximal 300 Kilogramm schweren Raubkatzen aus Stuttgart, Wiesbaden, Hamburg, Leipzig und Berlin. Nachzulesen ist dies in dem Taschenbuch „Höhlenlöwen. Raubkatzen im Eiszeitalter“ des Wiesbadener Wissenschaftsautors Ernst Probst.

Der erste Fund von Höhlenlöwen-Resten in Stuttgart glückte schon 1700 in Cannstatt nahe der Uffkirche, wo damals die Entdeckung eines Mammuts für großes Aufsehen sorgte. Dabei hat man auch Zähne und zwei Zehenglieder eines Höhlenlöwen geborgen. Im Travertin-Steinbruch Biedermann in Stuttgart-Untertürkheim kamen ab 1929 zahlreiche Reste von Höhlenlöwen aus der Eem-Warmzeit (etwa 127.000 bis 115.000 Jahre) ans Tageslicht. Stuttgart-Zuffenhausen wurde bereits 1927 als Höhlenlöwen-Fundort erwähnt.

Im Stadtgebiet von Wiesbaden hat man vor allem Zähne und Knochen von riesigen Mosbacher Löwen (Panthera leo fossilis) geborgen, die vor etwa 600.000 Jahren lebten. Ihr Name bezieht sich auf das ehemalige Dorf Mosbach bei Wiesbaden, wo beim Abbau von Sand und Kies immer wieder Reste eiszeitlicher Tiere, darunter auch Löwen, zum Vorschein kamen. Die Mosbacher Löwen waren mit einer Gesamtlänge bis zu 3,60 Metern die größten Löwen in Europa. Aus ihnen sind vor etwa 300.000 Jahren die Höhlenlöwen entstanden. In Mosbach, Wiesbaden-Biebricher Allee und in Wiesbaden-Schierstein hat man auch Reste von Höhlenlöwen entdeckt.

Ein Ellenknochen aus Hamburg-Harburg gilt als der nördlichste Fund eines eiszeitlichen Höhlenlöwen in Deutschland. In der Gegend des so genannten Hamburg-Harburger Urstromtals hat man auch Reste vom Mammut, Fellnashorn, Wisent, Rentier, Riesenhirsch, Wildpferd und Moschusochsen geborgen.

Am Alexanderplatz in Berlin kam während der 1930-er Jahre beim U-Bahn-Bau der Schädel eines Höhlenlöwen zum Vorschein. Reste eiszeitlicher Säugetiere – wie Mammut, Fellnashorn, Wildpferd, Elch, Wisent, Moschusochse, Höhlenlöwe und Wolf – sind in Berlin und Brandenburg seit mehr als 200 Jahren bekannt. In den Schottern und Sanden des so genannten Rixdorfer Horizontes hat man Tausende von Fossilien gefunden. Rixdorf ist ein alter Name für Neukölln. 1920 wurde es zusammen mit anderen Orten in Berlin eingemeindet. In Rixdorf gab es früher Kies- und Sandgruben.

In einer Sandgrube von Leipzig-Lindenthal kam der halbe Unterkiefer eines Höhlenlöwen ans Tageslicht. Dieser Fund wurde 1909 von dem Leipziger Geologen Johannes Felix in den „Sitzungsberichten der Naturforschenden Gesellschaft zu Leipzig“ erwähnt. Felix hatte sich durch die Bergung, Präparation und Aufstellung eines 1908 bei Borna entdeckten Mammuts einem Namen gemacht.

Gleich drei Fundorte von Eiszeit-Löwen liegen im Stadtgebiet von Weimar. Weimar-Süßenborn gilt als einer der wenigen deutschen Fundorte des erwähnten riesigen Mosbacher Löwen aus dem Eiszeitalter vor rund 600.000 Jahren. Dagegen hat man in Weimar-Ehringsdorf und Weimar-Taubach geologisch jüngere Reste von Höhlenlöwen geborgen.

Die ältesten Löwenspuren Europas wurden 1992 von dem Paläontologen Martin Walders auf der Baustelle für ein Nachklärbecken der Emscher-Kläranlage Bottrop-Welheim entdeckt und ausgegraben. Dabei handelt es sich um die rund zehn Meter lange Fährte eines Höhlenlöwen aus der Weichsel-Eiszeit vor etwa 35.000 bis 42.000 Jahren. Sie ist in der Eiszeithalle des Museums für Ur- und Ortsgeschichte (Quadrat Bottrop) zu bewundern.

Die meisten Reste von Höhlenlöwen aus dem Eiszeitalter wurden in Bayern, Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg entdeckt. Dagegen hat man im Saarland, in Schleswig-Holstein, in Bremen und in Mecklenburg-Vorpommern bisher keine Höhlenlöwen gefunden.

Aus Bayern kennt man 27 Fundorte von Höhlenlöwen, aus Nordrhein-Westfalen 21, aus Baden-Württemberg 15, aus Sachsen-Anhalt 10, aus Thüringen 8, aus Hessen 7, aus Niedersachsen 5, aus Rheinland-Pfalz 3, aus Brandenburg 3 und aus Sachsen 2.

Nirgendwo auf der Erde sind mehr Zähne und Knochen von Höhlenlöwen geborgen worden als in der Zoolithenhöhle von Burggaillenreuth bei Muggendorf in der Fränkischen Schweiz (Bayern). Sie stammen von schätzungweise 30 Höhlenlöwen!

Die im Eiszeitalter vor etwa 300.000 bis 11.700 Jahren lebenden Höhlenlöwen tragen eigentlich einen falschen Namen. Diesen verdanken sie dem Umstand, dass ihre Knochenreste häufig in Höhlen entdeckt wurden. In Wirklichkeit waren diese Löwen aber Tiere der Steppe, der Busch- und Waldtundra und in Gebieten mit Höhlen genauso verbreitet wie in Landschaften ohne Höhlen.

Anders als Höhlenbären und Höhlenhyänen haben Höhlenlöwen vermutlich nur selten Höhlen als Versteck aufgesucht. Wahrscheinlich kamen vor allem geschwächte, kranke oder alte Höhlenlöwen in solche natürlichen Unterschlüpfe und suchten dort Schutz oder einen ruhigen Platz zum Sterben. Womöglich dienten Höhlen auch als Unterschlupf für Löwinnen, die dort ihren Nachwuchs zur Welt brachten und in der ersten Zeit aufzogen.

Sogar in hochgelegenen alpinen Höhlen von Italien, Österreich und der Schweiz hat man Reste von Höhlenlöwen entdeckt. An erster Stelle ist hier die in etwa 2800 Meter Höhe liegende Conturineshöhle in Südtirol (Italien) zu nennen. Weitere Fundorte von Höhlenlöwen sind die Salzofenhöhle bei Grundlsee im österreichischen Bundesland Steiermark (2000 Meter Höhe), die Ramesch-Knochenhöhle in Oberösterreich (1960 Meter Höhe) und die Höhle Wildkirchli im Ebenalpstock des Säntisgebirges im schweizerischen Kanton Appenzell (ca. 1500 Meter Höhe).

Taschenbuch informiert über den Ur-Rhein

25.März 2009

Wiesbaden (public-relations-blog) – Wie weit reichen die Anfänge des Rheins zurück? Welche Abschnitte des frühen Rheins sind bekannt? Welche Tiere haben am Ufer dieses Flusses gelebt? Antwort auf diese und viele andere Fragen gibt das Taschenbuch „Der Ur-Rhein. Rheinhessen vor zehn Millionen Jahren“ des Wiesbadener Wissenschaftsautors Ernst Probst. Es ist bei „GRIN Verlag für akademische Texte“ erschienen und beim Buchgroßhändler „Libri“ unter der Internetadresse http://www.libri.de/shop/action/productDetails/8105517/ernst_probst_der_ur_rhein_3640248015.html erhältlich.

Besonders ausführlich befasst sich das Taschenbuch mit dem Ur-Rhein im Obermiozän vor etwa zehn Millionen Jahren. Dieser Fluss hatte teilweise einen ganz anderen Lauf als heute. Er floss nicht durch die Gegend von Oppenheim, Nierstein, Nackenheim, Mainz und Wiesbaden, sondern westlich davon über den Raum Alzey in Richtung Binger Pforte.

In Wort und Bild stellt das Taschenbuch die exotische Tierwelt vor, die am Ufer des Ur-Rheins existierte. Dazu gehörten meterlange Schildkröten, Biber, Insektenfresser, fünf Arten von Rüsseltieren, Nashörner, Tapire, Schweine, krallenfüßige Huftiere, dreihufige Ur-Pferde, kleinwüchsige Hirsche, Waldantilopen, Bärenhunde, Katzenbären, Hyänen, Säbelzahnkatzen und sogar Menschenaffen.

Die Ablagerungen des Ur-Rheins in Rheinhessen werden als Dinotheriensande bezeichnet, weil sie Zähne und Knochen des Rüsseltieres Deinotherium giganteum („Riesiges Schreckenstier“ enthalten. Dieses Rüsseltier wird auch Dinotherium, Hauer-Elefant und Rhein-Elefant genannt. Berühmt ist der 1835 entdeckte Dinotherium-Schädel aus der Gegend von Eppelsheim. Dort informiert seit 2001 das sehenswerte Dinotherium-Museum über die Tierwelt am Ur-Rhein in Rheinhessen.

Das Taschenbuch „Der Ur-Rhein“ ist dem Paläontologen Dr. Jens Lorenz Franzen aus Titisee-Neustadt, Altbürgermeister Heiner Roos aus Eppelsheim und dem Darmstädter Paläontologen Johann Jakob Kaup (1803-1873) gewidmet. Franzen ist der Wiederentdecker der Dinotheriensand-Fundstelle und Begründer der ersten wissenschaftlichen Grabungen bei Eppelsheim. Roos gilt als der „geistige Vater“ des Dinotherium-Museums in Eppelsheim. Kaup hat sich um die Erforschung der Tierwelt aus den Dinotheriensanden in Rheinhessen verdient gemacht.

Die meisten Höhlenlöwen hat man in Bayern entdeckt

25.März 2009

Wiesbaden (public-relations-blog) – Die meisten Reste von Höhlenlöwen aus dem Eiszeitalter wurden in Bayern, Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg entdeckt. Dagegen hat man im Saarland, in Schleswig-Holstein, in Bremen und in Mecklenburg-Vorpommern bisher keine Höhlenlöwen gefunden. Nachzulesen ist dies in dem Taschenbuch „Höhlenlöwen. Raubkatzen im Eiszeitalter“ des Wiesbadener Wissenschaftsautors Ernst Probst.

Aus Bayern kennt man 27 Fundorte von Höhlenlöwen, aus Nordrhein-Westfalen 21, aus Baden-Württemberg 15, aus Sachsen-Anhalt 10, aus Thüringen 8, aus Hessen 7, aus Niedersachsen 5, aus Rheinland-Pfalz 3, aus Brandenburg 3 und aus Sachsen 2. Unter den Großstädten, in denen Fossilien von Höhlenlöwen zum Vorschein kamen, sind Stuttgart, Wiesbaden, Hamburg und Berlin.

Nirgendwo auf der Erde sind mehr Zähne und Knochen von Höhlenlöwen geborgen worden als in der Zoolithenhöhle von Burggaillenreuth bei Muggendorf in der Fränkischen Schweiz (Bayern). Dort hat man Reste von rund 30 Höhlenlöwen gefunden. Ebenfalls einen Eintrag ins „Guiness-Buch der Rekorde“ wert ist Bottrop-Welheim, wo die ältesten Löwenspuren Europas entdeckt wurden. Sie sind in der letzten Eiszeit zwischen etwa 35.000 und 42.000 Jahren entstanden.

Die frühesten und größten Löwen in Deutschland sind – Ernst Probst zufolge – die Mosbacher Löwen (Panthera leo fossilis) aus dem Eiszeitalter vor rund 600.000 Jahren gewesen. Sie sind nach dem ehemaligen Dorf Mosbach bei Wiesbaden benannt, wo man viele Reste von ihnen entdeckt hat. Diese Mosbacher Löwen erreichten eine Gesamtlänge von maximal 3,60 Metern, womit sie heutige Löwen in Afrika um rund einen halben Meter übertrafen. Aus ihnen sind vor da. 300.000 Jahren die bis zu 3,20 Meter langen Höhlenlöwen hervorgegangen.

Die im Eiszeitalter vor etwa 300.000 bis 11.700 Jahren lebenden Höhlenlöwen (Panthera leo spelaea) tragen eigentlich einen falschen Namen. Diesen verdanken sie dem Umstand, dass ihre Knochenreste häufig in Höhlen entdeckt wurden. In Wirklichkeit waren diese Löwen aber Tiere der Steppe, der Busch- und Waldtundra und in Gebieten mit Höhlen genauso verbreitet wie in Landschaften ohne Höhlen.
Anders als Höhlenbären und Höhlenhyänen haben Höhlenlöwen vermutlich nur selten Höhlen als Versteck aufgesucht. Wahrscheinlich kamen vor allem geschwächte, kranke oder alte Höhlenlöwen in solche natürlichen Unterschlüpfe und suchten dort Schutz oder einen ruhigen Platz zum Sterben. Womöglich dienten Höhlen auch als Unterschlupf für Löwinnen, die dort ihren Nachwuchs zur Welt brachten und in der ersten Zeit aufzogen.

Sogar in hochgelegenen alpinen Höhlen von Italien, Österreich und der Schweiz hat man Reste von Höhlenlöwen entdeckt. An erster Stelle ist hier die in etwa 2800 Meter Höhe liegende Conturineshöhle in Südtirol (Italien) zu nennen. Weitere Fundorte von Höhlenlöwen sind die Salzofenhöhle bei Grundlsee im österreichischen Bundesland Steiermark (2000 Meter Höhe), die Ramesch-Knochenhöhle in Oberösterreich (1960 Meter Höhe) und die Höhle Wildkirchli im Ebenalpstock des Säntisgebirges im schweizerischen Kanton Appenzell (ca. 1500 Meter Höhe).

Interview mit den Machern der Internetfernsehserie “DigitalUpgrade”

27.August 2007


Link: sevenload.com

Video “Interview mit den Machern von DigitalUpgrade”

Fürstenfeldbruck – Ungewöhnlich clever, phantasievoll und geistreich sind die bayerischen Webdesigner und Webprogrammierer Bastian „Schlingel“ Wölfle und Tino „Intenso“ Tezel, die zusammen die beliebte Internetfernsehserie „DigitalUpgrade“ produzieren. Dabei handelt es sich um den „ersten deutschsprachigen Technik-Videopodcast für alle Plattformen“. Ihre sehr unterhaltsamen und informativen Filmbeiträge sind unter den Internetadressen http://www.digitalupgrade.de und http://de.sevenload.com/mitgliedder/DigitalUpgrade zu sehen.

Bastian „Schlingel“ Wölfle (Bild oben) und Tino „Intenso“ Tezel (Bild unten)

Als der Wiesbadener Journalist und Autor Ernst Probst im August 2007 bei den Machern von „DigitalUpgrade“ per E-Mail höflich anfragte, ob sie Interesse hätten, ihm ein schriftliches Wortlaut-Interview über ihre Internetfernsehserie zu geben, erlebte er eine große Überraschung. Wölfle und Tezel antworteten nämlich rasch und machten den sehr interessanten Vorschlag, die Fragen mündlich in einem eigens produzierten Filmbeitrag (Videoclip) zu beantworten.

Der Wiesbadener Journalist nahm diesen Vorschlag gerne an und so entstand ein rund 17 Minuten dauerndes Interview, das auf der Videoplattform „Sevenload“ unter der Adresse http://de.sevenload.com/videos/o5UKbWm/Interview-mit-den-Machern-von-DigitalUpgrade zu sehen und zu hören ist. Die Fragen des Journalisten werden in dem Filmbeitrag jeweils schriftlich eingeblendet, dann antworten wechselnd Bastian Wölfle und Tino Tezel professionell im Originalton. Außerdem findet man das Interview unter der Adresse http://feeds.feedburner.com/~r/digitalupgrade/~3/148686399/DU-Interview.mp4

Das Video-Interview von Wölfle und Tezel ist ein Musterbeispiel für gelungene Public-Relations in eigener Sache. Die beiden Macher von „DigitalUpgrade“, die bereits sehr viel Arbeit, Zeit und Geld in ihre Internetfernsehserie investiert haben, plaudern flott, unterhaltsam, interessant und ehrlich aus dem Nähkästchen. Das kommt authentisch rüber und müsste eigentlich talentierte User/innen zur Nachahmung anregen – sprich zur Produktion ähnlicher Interview-Videos.

Vom Fleiß der bayerischen Webdesigner und Webprogrammierer Bastian „Schlingel“ Wölfle und Tino „Intenso“ Tezel zeugen bereits 50 Filmbeiträge unter dem Label „DigitalUpgrade“ im Kanal „Spiele und Technik“ auf der Videoplattform „Sevenload“. Dort heißt es vielversprechend: „Egal ob Mac OS X. Windows oder Linux, bei uns wird alles bedient“. Bei den Zuschauern/innen von „DigitalUpgrad“ kommen die Filmbeiträge sehr gut an, wie man Kommentaren entnehmen kann. Zum Beispiel: „Immer wieder lohnend eure Shows anzuschauen. Macht weiter so!“ „Unterhaltsam, interessant und lehrreich. Bestnote!“

Übrigens: Aufträge im Bereich Webdesign oder Videoproduktion sind bei Bastian Wölfle und Tino Tezel willkommen! Kontaktadressen: http://www.digitalupgrade.de/index.php?id=34

*

Und hier sind die schriftlichen Fragen, auf die Bastian Wölfle und Tino Tezel mündlich und professionell in einem Videoclips ihre Antworten gaben:

*

Frage: Herr Wölfle, wann und wie kamen Sie und Tino Tezel auf die Idee, eine Internetfernsehserie zu starten?

*

Frage: Internetfernsehserien werden aus den unterschiedlichsten Motiven gedreht. Was ist Ihr Motiv?

*

Frage: Im August 2007 konnte man im Web rund 50 Filmbeiträge von „DigitalUpgrade“ sehen. Welche Themen überwiegen dabei?

*

Frage: Sind Filmbeiträge, in denen technische Fragen beantwortet werden, immer besser verständlich als gedruckte Bedienungsanleitungen?

*

Frage: Was muss man alles beherrschen, um eine erfolgreiche Internetfernsehserie wie die Ihre zu präsentieren?

*

Frage: Mit Ihren speziellen Kenntnissen über Webdesign und Internetfernsehen müssten Sie ein gefragter Ansprechpartner sein. Erhalten Sie diesbezüglich Anfragen?

*

Frage: Auf Ihrer Webseite kann man lesen, dass Sie und Tino Tezel jeweils 23 Jahre alt sind, an der Universität Augsburg studieren und als Webdesigner aktiv sind. Nehmen Sie Aufträge von zahlenden Kunden/innen an?

*

Frage: Auf Ihrer Webseite erwähnen Sie Ihre Spitznamen „Schlingel“ und „Intenso“. Ist deren Bedeutung ein Betriebsgeheimnis?

*

Frage: Sind Sie mit der bisherigen Entwicklung von „DigitalUpgrade“ zufrieden oder haben Sie noch Wünsche?

*

Frage: Internetprojekte kommen und gehen. Wird man auch 2008 und darüber hinaus noch Filmbeiträge von „DigitalUpgrade“ sehen können?

*

Die Fragen stellte Ernst Probst, Journalist und Betreiber des Weblogs „Internetfernsehen von A bis Z“ – http://internetfernsehen-von-a-z.blogspot.com

Was der Journalist Jan Tißler über sein Magazin “UPLOAD” sagt

23.August 2007

UPLOAD

Interview mit dem Journalisten und Buchautor Jan Tißler aus Schwerin über seine Online-Publikation „UPLOAD – Magazin für digitales Publizieren“ – und andere Aktivitäten

JanTißler

*

Frage: Herr Tißler, in Ihrem sehr lesenswerten PDF-Magazin „UPLOAD“ mit der Adresse http://upload-magazin.de/magazin dreht sich alles um Weblogs, Podcasts, Wikis, PDF-Magazine und andere Möglichkeiten, Inhalte und Werke digital zu verbreiten. Welche dieser Möglichkeiten nutzen Sie selbst?

Antwort: Möglichst viele. Konkret gibt es bei UPLOAD neben dem PDF-Magazin derzeit das Weblog und den Podcast. Mit Wikis habe ich an anderer Stelle experimentiert. Mir ist es wichtig, dass ich weiß, worüber ich schreibe. Das gilt auch für die Gastautoren. Natürlich fehlt mir die Zeit, mich persönlich mit allem selbst zu beschäftigen und es im Detail auszuprobieren. Da freue ich mich immer, wenn ich jemanden finde, der Lust hat, darüber zu schreiben und sein Wissen weiterzugeben.

*

Frage: In Ihrem UPLOAD-Weblog http://upload-magazin.de beobachten Sie Trends, testen Werkzeuge, stellen Menschen und gelungene Beispiele vor und geben nützliche und hilfreiche Tipps. Wie unterscheiden sich Ihr Weblog und Ihr PDF-Magazin?

Antwort: Beide Medien sind vom Charakter her sehr unterschiedlich und haben deshalb auch unterschiedliche Aufgaben. Das Weblog kann Texte fast beliebiger Länge und Menge darstellen. Es ist eher aktuell und schnell. Kurzmeldungen sind hier möglich, aber auch Ratgeber-Texte und Interviews. Das PDF-Magazin erscheint nur alle drei Monate und hat einen begrenzten Platz, kann dafür aber Texte zu einem Thema versammeln. Und genau das machen wir auch: Jedes PDF-Magazin hat einen Schwerpunkt. In der Erstausgabe ging es um Abmahnungen, in der nächsten ums Geld verdienen. Wir beleuchten das Thema aus möglichst vielen Richtungen und auf möglichst viele Arten. Das wäre in dieser kompakten Form im Weblog nicht möglich.

*

UPLOADPodcast

Frage: Sie betreiben unter der Adresse http://upload-magazin.de/podcast einen Audio-Podcast, der wichtige Themen in einer Sendung zusammenfasst und berichtet, woran gerade im Hintergrund gearbeitet wird. Wer – so wie Sie – einen Audio-Podcast erfolgreich betreibt, könnte doch eigentlich auch einen Internet-Rundfunksender gründen?

Antwort: Ehrlich gesagt wäre das kleine UPLOAD-Team damit momentan überfordert. Selbst der Podcast erscheint nur sehr unregelmäßig. Ich finde das sehr schade und arbeite auch daran, weitere Mitstreiter dafür zu finden. Der Podcast macht mir Spaß, aber leider fehlt die Zeit, um ihn so gut zu machen, wie ich ihn gern hätte. Aber das kommt noch. Und wer weiß: Vielleicht senden wir dann irgendwann, in ganz ferner Zukunft, auch mal live …

*

Frage: Ihr Newsletter verschickt täglich oder wöchentlich die neuen Artikel aus dem UPLOAD-Weblog per E-Mail. Wird dieses Angebot reichlich genutzt?

Antwort: Aktuell sind es knapp 150 Abonnenten. Das ist nicht viel, aber ich sehe den E-Mail-Newsletter als einen wichtigen Service, um auch Leser außerhalb der Gruppe der Weblog- und Podcast-Fans zu bekommen. Die abonnieren sich hingegen eher den RSS-Feed, der momentan über 700 regelmäßige Leser hat.

*

Frage: In Ihren Online-Publikationen informieren Sie über sehr viele Themen. Welches davon interessiert bisher Ihr Publikum am meisten?

Antwort: Die Leser merken, wenn Experten etwas von ihrem Insiderwissen weitergeben. Wenn Frank Helmschrott über das System Drupal schreibt, mit dem sich Webseiten verwalten und Weblogs erstellen lassen, dann merkt man an jedem Satz, dass er es bestens kennt. Trotzdem kann er die Vor- und Nachteile einem breiten Publikum verständlich vermitteln. Der Rechtsanwalt Thomas Schwenke wiederum hat viel Zuspruch für einen Artikel bekommen, in dem er die komplizierte Rechtslage bei der Haftung für Leserkommentare sehr einfach und nachvollziehbar dargestellt hat. Und ich hatte neulich viele Links und Kommentare bei einem Text, der Wege aufgezeigt hat, um neue Blogs zu entdecken. Sie sehen: Ein einzelnes Thema zu benennen fällt schwer. Aber es gibt sehr viel Interesse an fachlich fundierten und gut lesbaren Artikeln. Ich hoffe, dass es davon in den nächsten Wochen und Monaten noch ganz viele bei UPLOAD zu entdecken gibt. Mal sehen, wie uns das gelingt.

*

Frage: Ihre interessanten Online-Publikationen eignen sich sicherlich gut für Werbung. Bekommen Sie Anfragen, ob Werbung bei Ihnen möglich ist und was antworten Sie dann?

Antwort: Grundsätzlich wird Werbung von vielen Nutzern akzeptiert, wenn sie interessant ist, zum Thema passt und vor allem nicht vom Inhalt ablenkt, aber ich werde meine Leser nicht verkaufen. Ich habe kürzlich eine recht lukrative Werbeschaltung fürs Weblog abgelehnt, weil mir die Zielseite der Reklame nicht gefiel. Ich konnte mich damit nicht identifizieren. Ich glaube, dass sich das langfristig auszahlt. Bezahlte Artikel im Weblog sind für mich beispielsweise schon hart an der Grenze des Zumutbaren.

*

Frage: „UPLOAD“ ist – laut eigener Aussage – für Sie ein Experiment, für das Sie zwei Gründe erwähnen. 1. nutzen Sie die Chance, die Öffentlichkeit zu informieren. 2. haben Sie viel Spaß dabei. Ist der Spaß immer noch so groß wie zu Beginn?

Antwort: Er ist sogar größer geworden, weil die Rückmeldungen so klasse sind. Natürlich gefällt nicht jedem, was man macht. Das ist klar. Aber in der Summe überwiegt das Positive. Ein eigenes Magazin ist zudem ein Jugendtraum, den ich nun verwirklichen kann. Manchmal wenn ich einen Podcast aufnehme, erinnere ich mich an meine Versuche vor 20 Jahren mit einem Cassettenrekorder und wie sehr ich mir damals ein Mischpult gewünscht habe. Heute habe ich das alles, vor allem in Form meines Laptops.

Dass das alles sehr viel Arbeit macht und Kraft kostet, ist natürlich ebenso richtig.

*

Frage: Sie sind seit 1997 im Internet aktiv. Was hat sich in diesen zehn Jahren für Sie im Web geändert?

Antwort: Sehr, sehr viel. Die Hürden, ein eigenes Projekt oder gar viele eigene Projekte zu starten, sind nicht einfach niedriger geworden: Sie sind praktisch verschwunden. Für ein paar Euro besorgen Sie sich heute eine eigene Webadresse. Sie haben die Auswahl unter zahlreichen kostenlosen Systemen zur Website-Verwaltung, die auch professionellen Ansprüchen genügen. Sie können Audio und Video einsetzen. Sie können per Suchmaschinen-Optimierung zehntausende, hunderttausende Besucher bekommen. Kurz: Mit dem nötigen Fachwissen und der nötigen Zeit können Sie heute mit geringen finanziellen Mitteln selbst gegen Firmen anstinken. Das war 1997 in dieser Form noch lange nicht möglich.

*

IONblog

Frage: Sie sind seit 2003 Blogger und betreiben etliche Weblogs. Können Sie Ihre Weblogs (mit Link) jeweils kurz vorstellen?

Antwort: Angefangen habe ich mit einer Trilogie privater Weblogs. Jedes habe ich ein Jahr geführt. Das letzte ist noch unter http://www.jati.de/3 zu finden. Privat blogge ich gemeinsam mit meiner Freundin unter http://www.danijati.de je nach Lust und Laune. Aus einem früheren Projekt, für das heute leider wenig Zeit ist, stammt das IONblog unter http://www.blog.internet-optimal-nutzen.de. Ich hoffe, dass ich hier zumindest über Suchmaschinen-Optimierung und Suchmaschinen-Marketing mal wieder mehr schreiben kann. Den Nanopub unter http://www.nanopub.de habe ich von Marcus Puchmayer übernommen, als er nicht mehr genug Zeit hatte, um sich darum zu kümmern. Es gibt noch mehr Projekte, an denen ich mitgewirkt habe, aber die alle aufzuzählen, würde hier zu weit führen. Wie man sieht, wird auch längst nicht alles aktualisiert.
Manches Experiment ist abgeschlossen, andere ruhen. Ich konzentriere mich derzeit fast ausschließlich auf UPLOAD.

Danijati

*

Frage: Sie sind sowohl Journalist als auch Blogger. Zwischen Journalisten und Bloggern gibt es unleugbar gewisse Spannungen bzw. Vorurteile. Kennen Sie die Ursachen hierfür?

Antwort: Fehlendes Wissen übereinander ist (wie so oft) ein Problem.

Ich finde: Eigentlich sind Blogger und Journalisten so unterschiedlich wie Journalisten und Buch-Autoren. Nicht jeder Reporter kann einen Thriller schreiben. Und nicht jeder Blogger wäre als Journalist geeignet - und umgekehrt. Irgendwann wird man vielleicht akzeptieren, das “Bloggen” eine eigene Form des Schreibens darstellt und Frieden miteinander schließen.

*

Frage: Auf der Webseite von „UPLOAD“ steht der Hinweis „Dieses Weblog beachtet den Pressekodex“. Tun dies nach ihren Beobachtungen die meisten Weblogs?

Antwort: Nein. Aber das haben sie mit zu vielen Journalisten gemein. Berufsehre und Ethos spielen nach meiner Meinung eine viel zu geringe Rolle. Ich würde mich freuen, wenn sich mehr Blogger und mehr Journalisten wieder dazu bekennen würden, das sie eine Verantwortung dafür tragen, was sie berichten und wie sie es tun. Das klingt sicher sehr altmodisch und vielleicht auch oberlehrerhaft. Ich möchte zugleich nicht ausschließen, dass ich meine Sorgfaltspflicht bisweilen vernachlässige. Aber trotzdem ist es mir persönlich wichtig, dafür zu werben und dazu zu stehen.

*

UPLOADblogosphaere

Frage: Bei „UPLOAD“ findet man eine „Weltkarte der Blogosphäre“, die man mit Quellenangabe auf andere Weblogs entführen kann. Wie kamen Sie auf diese Idee?

Antwort: Das ist gemeinsam mit meiner Freundin an einem Abend entstanden. Wie genau, kann ich heute nicht mehr rekonstruieren. Sie hatte aber so eine schöne, altmodische Karte für eine Hausarbeit entdeckt. Sie studiert Alte Geschichte und Archäologie. Und irgendwie kamen wir auf die Idee, einmal eine Karte der Blogosphäre zu machen. Wir haben uns gegenseitig die verrückten Ideen zugeworfen, Sie hat sie gezeichnet und dann haben wir sie rausgebracht. Und ich bin mir sicher: Es gibt noch den einen oder anderen unentdeckten Kontinent, der auf der Karte fehlt …

*

Frage: „UPLOAD“ wird in der Blogosphäre bereits stark beachtet. Sind Sie mit der bisherigen Entwicklung zufrieden und was planen Sie noch?

Antwort: Die Entwicklung von UPLOAD ist für mich persönlich phänomenal und ich hatte damit nie in dieser Form gerechnet. Letztlich ist es aber noch immer ein sehr, sehr kleines Projekt.

Mir ist es wichtig, dass die Qualität stimmt. Da es derzeit nur ein sehr kleines Team gibt, kann es natürlich nicht jeden Tag einen großen Artikel geben. Ich habe aber lieber nur einmal die Woche einen Artikel und dafür einen richtig guten, als fünfmal die Woche etwas Halbgares. Das ist jedenfalls der Anspruch. Ob wir dem gerecht werden, müssen die Leser entscheiden.

Da alle Beteiligten einen Hauptberuf und andere Verpflichtungen haben, muss es natürlich trotzdem überschaubar bleiben. Da dauert es eben schonmal Wochen oder Monate, bis ein Text wirklich fertig ist. Manche finden das “unbloggig”. Die bisherigen Rückmeldungen zeigen aber, dass viele Leute die Mühe zu schätzen wissen.

Für die Zukunft möchte ich vor allem weitere gute Autoren und versierte Experten für UPLOAD begeistern. Im Hintergrund bereiten wir aktuell zwei größere Themen vor, aus denen erst einmal eine kleine Artikelserie wird und bei entsprechendem Interesse eventuell ein eigenes PDF-Magazin. Beim PDF gehen die Gespräche schon bis zur Nummer 5 im Sommer 2008. Solche Sachen muss man vorbereiten, die Monate gehen schnell ins Land. Und wie oben erwähnt: Auch für den Podcast suche ich noch Mitstreiter. Ich bin da in Kontakt mit jemandem, den ich gern dafür gewinnen würde. Mal sehen …

*

TißlerBuch

Frage: Das Internet spielt auch in Büchern aus Ihrer Feder eine wichtige Rolle. Welche Titel von Ihnen sind gegenwärtig im Handel erhältlich?

Antwort: “So wird Ihre Homepage erfolgreicher” ist als Buch erhältlich, müsste von mir allerdings mal überarbeitet werden. Sehr beliebt ist mein Ratgeber mit Tipps und Tricks zum Werbesystem Google AdWords, den ich ausschließlich als E-Book selbst verkaufe. Eventuell wird es solche E-Books und Bücher auch künftig zu den Themen von UPLOAD geben. Aber da ist noch nichts Konkretes geplant.

*

UPLOADForum

Frage: Bisher publizieren Sie bereits für Nachrichtenagenturen, Zeitungen, Zeitschriften, Rundfunksender, Ihre Weblogs, Ihr PDF-Magazin, Ihr Forum, Ihren Newsletter und Ihren Audio-Podcast und wer weiß wo sonst noch. Steht in naher Zukunft auch ein eigener Internetfernsehsender oder ein anderes eigenes Medium auf Ihrer Wunschliste?

Antwort: An Medien mit regelmäßigem Erscheinungstermin wage ich mich, abgesehen vom PDF-Magazin, derzeit nicht heran. Dann artet der Spaß irgendwann doch in Stress aus und man greift ein Thema auf, weil man unbedingt eines braucht. Das Stichwort “Video” ist aber auf jeden Fall interessant.

Ein Traum ist es natürlich, journalistisch immer unabhängiger zu werden.

*

Frage: Wenn man Ihre vielfältigen Aktivitäten in den Medien kennt, kann man sich kaum vorstellen, dass Sie dies alles neben Ihrem Hauptberuf als Journalist allein in Ihrer Freizeit bewältigen. Werden Sie von Helfern und Helferinnen tatkräftig unterstützt?

Antwort: Zum Glück ja! Der innerste Kern ist allerdings sehr klein. Neben mir gehört meine Freundin dazu, die oftmals auf mich verzichten muss und mich gleichzeitig mit Ideen und Meinungen unterstützt. Gerade wenn es darum geht, etwas zu wagen, ist sie fest an meiner Seite. Außerdem zählt Olaf Penke dazu, der das Layout des PDF-Magazins macht, mit dem wir zu dritt herumspinnen und auch mal darüber diskutieren, was bei UPLOAD eigentlich gut läuft und was eher nicht. Dazu gibt es einen immer größeren Kreis von Freunden und Mistreitern, die etwas beitragen oder für Fragen zur Verfügung stehen, Ideen und Meinungen beitragen. Das finde ich klasse. Nichts ist schlimmer, als die ganze Zeit im eigenen Saft zu schmoren. Da bin ich sehr dankbar. Wenn es diese vielen Helfer nicht gäbe, wäre das alles gar nicht möglich.

*

Die Fragen für das Interview stellte Ernst Probst, Betreiber des Weblogs „medien-news“ – http://medien-news.blog.de

Interview mit Uwe Werner über Podcast: Mit Stimme und Inhalt die Hörer fesseln

22.August 2007


Link: sevenload.com

Videoclip “Teddykriegers Header” bei Sevenload

*

TeddykriegerFoto

Interview mit Uwe Werner, Gründer und Betreiber von „Teddykrieger – Der Podcast“, http://www.teddykrieger-blog.de und „Podcast-Special bei Sevenload“ http://de.sevenload.com/audio/gE1EojG/Podcast-67

*

Frage: Herr Werner, wenn man im Internet Ihre Vita liest, kommt man fast aus dem Staunen nicht mehr heraus, weil Sie so viele Talente haben: Sie sind Buchautor, Dichter, bekannter Herausgeber etlicher Weblogs, Fotograf, professioneller Webdesigner sowie Videoproduzent. Wie kamen Sie auf die Idee, zusätzlich noch regelmäßig als Podcaster aktiv zu werden?

Antwort: Also sicherlich mache ich viel und von jedem ein wenig. Mit dem Bereich Video beschäftige ich mich erst und habe da demnächst ein längeres Projekt vor. Ich bemühe mich, Berufliches und Privates weitestgehend zu trennen, was aber, wenn man in gleichen Bereichen unterwegs ist, nicht immer funktioniert.
Als Podcaster bin ich schon indessen über ein Jahr tätig und es resultiert aus Erfahrungen meiner Zeit beim Webradio und vorher dem privatem Rundfunk. Ich sehe es als modernes Mittel, Inhalte weiterzugeben und dabei eine Mobilität zu erreichen (downloadbare Podcasts für den MP3-Player), wie man es sich vor zehn Jahren noch nicht hätte träumen lassen. Das Podcasting, auch wenn es wesentlich aufwendiger ist, als das Bloggen, hat indessen bei mir einen absoluten Schwerpunkt eingenommen.

*

Frage: Im Internet wird der Begriff Podcast oft sehr ausführlich, kompliziert und schwer verständlich erklärt. Was ist Podcast – kurz gesagt – für Sie?

Anwort: Ein Podcaster sagte mir mal, er empfinde es so, als sei ein Podcast ein Blog in Sprache. Das ist zwar ein schönes Bild, stimmt so aber nicht ganz. Ein Blog kann mit Worten und Bildern, mit allerlei technischem Spielzeug auf sich aufmerksam machen, ein Videoblog hat zudem bewegte Bilder. Dem Audiopodcaster bleibt es, mit der Unterstützung von vielleicht ein wenig Musik, vorbehalten, mit seiner Stimme und seinem Inhalt die Hörerschaft zu fesseln, zu erstaunen, zum Lächeln zu bringen und zu unterhalten. Er hat weitestgehend den schwersten Job.
Ein Podcast ist das Ergebnis von dem Wunsch eines meist einzelnen, der großen weiten Welt etwas erzählen zu wollen, dem Gefühl, es würde da draußen Leute geben, die sich das vielleicht anhören wollen.

*

TeddykriegerSevenload

Frage: Ihr „Podcast-Special bei Sevenload“ ist eine akustische Attraktion und hat bereits sehr viele Fans gewonnen. Gibt es Themen, die Sie in Ihrem Blogcast besonders gerne bzw. oft aufgreifen?

Antwort: Ein Thema, welches meinen Podcast längere Zeit beschäftigt hat, war eine Verbeugung an die 80-er Jahre. Über zwölf Folgen habe ich eine kleine musikalische Zeitreise gemacht, News und Facts aus den Jahren zusammen gesammelt und aufbereitet. Das war schon ein großer Schwerpunkt und etwas, was mir persönlich auch viel Freude bereitet hat. Solche Serien zu bestimmten Themen wird es immer wieder geben. Im Augenblick bereite ich eine vierteilige Serie zum Thema Swing vor.
Abgesehen davon, bestimmen oftmals aktuelle Themen aus der Welt, aber auch aus Communities, der Blogosphäre usw. die Inhalte der Podcasts. Ich versuche das zu vermitteln, was mich selbst interessiert und dabei immer die Hoffnung im Hinterkopf zu haben, dass es auch für andere interessant sein möge.

*

Frage: Ein Podcast ist – nach laienhaftem Verständnis – so etwas wie eine Rundfunksendung im Internet. Sind die meisten Podcasts zu festen Sendezeiten oder jederzeit auf Abruf zu hören?

Antwort: Der große Vorteil der Podcasts gegenüber dem herkömmlichen Rundfunk und dem Webradio wurde zu Beginn als Nachteil empfunden: man sendet (fast) niemals live. Hieß es zu Beginn der Podosphäre noch: Niemand wolle sich aufgezeichnete und alte Sachen anhören, so ist indessen das Gegenteil bewiesen. Unabhängig von der Uhrzeit und dem Ort kann man heute übers Internet quasi „on demand“, also je nach Wunsch, Podcasts zu bestimmten Themen oder von bestimmten Herausgebern abrufen und anhören. Diese stetige Verfügbarkeit ist es, die dem Podcast einen enormen Vorteil einräumt.

*

Frage: Podcasts haben einen so genannten Podcast-Feed. Wie und von wem kann dieser genutzt werden?

Antwort: Der Podcast-Feed ist eines der wichtigsten Instrumente bei der Nutzung dieses Contents. Durch die Bereitstellung solcher Feeds durch den Herausgeber ist es dem Nutzer, also dem Hörer, jederzeit möglich, den Podcast aufzurufen (und oftmals auch direkt herunterzuladen). Es ist wie eine Art direkter Adresse zum Podcast und wird meist auf den Podcast-Portalen, aber auch auf den Webseiten der Produzenten entsprechend angeboten. Durch spezielle Software (so genannte Podcatcher) kann sich der Hörer also seine ganz eigene Zusammenstellung unterschiedlichster Podcasts generieren, downloaden und ggf auch mobil unterwegs abrufen.

*

Frage: Weblogs mit Texten und Bildern werden von vielen Usern/innen betrieben. Ist es technisch möglich, in einem Weblog auch Podcasts zu veröffentlichen?

Antwort: Grundsätzlich ist das heute kein Problem mehr. Es hängt ein wenig von dem verwendeten Blogsystem ab, inwieweit dieses solche Einbindungen unterstützt. Zudem gibt es diverse Zusatztools, welche das Einbinden erleichtern. Für die freie Blogsoftware Wordpress zum Beispiel kann ich da sehr Podpress empfehlen. Eine nähere Erläuterung dazu habe ich unlängst im Upload-Magazin (www.upload-magazin.de) beschrieben.

*

Frage: Kommt es vor, dass begeisterte Hörer/innen bei Ihnen anfragen, ob sie Ihre Podcasts übernehmen können und wie wäre dies technisch zu bewerkstelligen?

Antwort: Diese spezielle Frage gab es bislang noch nicht. Ich habe eher Programme für das Erstellen von Podcasts getestet und Einstiegshilfen dazu gegeben.
Eine Übernahme eines Podcasts ließe sich wohl ebenfalls für die Weitergabe des Podcast-Feeds am leichtesten generieren. Die Frage, ob so etwas Sinn macht, einen gesamten Podcast zu übernehmen, sollte man sich allerdings vorher überlegen. In vielen Fällen ist es günstiger einzelne Passagen zu übernehmen und diese entsprechend auch mit einzubinden.

*

Frage: Ihr Podcast Nr. 69 mit Sprache und guter Musik dauert rund 15 Minuten lang. Welcher Zeitaufwand war für diese Sendung erforderlich?

Antwort: Am Anfang habe ich für jeden Podcast schon gut zwei Stunden gebraucht. Im Laufe der Zeit wird man dabei versierter und erfahrener. Indessen komme ich inkl. Erstellung, dem Abmischen und zumeist auch dem Online-stellen auf gut eine Stunde. Die Vorbereitung ist thematisch entsprechend unterschiedlich.

*

Frage: Beim Anhören Ihrer Podcasts fällt Ihre Stimme sehr wohltuend auf. Sind Sie als Sprecher geschult worden oder ein Naturtalent?

Antwort: Natürlich gibt einem die Natur letztlich die Stimme mit und man kann nur mit dem arbeiten, was man hat. Durch meine Erfahrungen beim Webradio, beim Bürgerfunk und beim privaten Rundfunk, habe ich sicherlich Erfahrungen sammeln können, die mir jetzt auch zu Gute kommen.

*

Frage: Gute Musik für einen Podcast zu finden, dürfte gar nicht so einfach sein. Und wenn Sie einem gefällt, soll sie vermutlich möglichst kostenlos erhältlich sein. Gibt es empfehlenswerte Musik-Ressourcen für Podcasts?

Antwort: Es gibt wenige wirklich gute Möglichkeiten, kostenfreie Musik für Podcasts zu erhalten. Die meiste Musik ist GEMA-pflichtig und entsprechend zu bezahlen. Leider nehmen viele Podcaster dies noch immer auf die leichte Schulter und wundern sich dann über entsprechende Rechnungen.
Zwei relativ gute Möglichkeiten entsprechend lizenzfreie Musik zu bekommen seien hier einmal angesprochen: http://magnatune.com bietet ebenso wie http://www.jamendo.com/de
gute Musik an. Auch hier gilt es allerdings entsprechende Spielregeln zu beachten. Einfach herunterladen und nutzen – so geht das jedenfalls nicht!

*

TeddykriegerPodcasterBlog

Frage: Zu Ihren Weblogs zählt das Blog mit der Internetadresse http://podcaster.blog.de - Was erwartet dort Besucher/innen?

Antwort: Beim Podcaster-Blog bei Blog.de bin ich lediglich Nutzer und Co-Autor, wie auch etliche andere Podcaster(innen). Es ist dies ein privater Zusammenschluss verschiedener Podcaster auf Blog.de, die sich zusammengefunden haben, um auf diesem Blog ihre Podcasts gemeinsam zu präsentieren. Es sollte vor allem für den Hörer einfacher werden verschiedentliche Podcasts an einer gemeinsamen Stelle zu finden.
So findet man dort heute Audio- und Videopodcasts von 14 Produzenten zu ganz unterschiedlichen Themen.

*

Frage: Podcasts und Blogcasts machen es möglich, dass – zumindest theoretisch – jeder User bzw. jede Userin einen Rundfunksender im Internet (Webradio) starten und betreiben kann. In Wirklichkeit braucht man dazu wohl viel technisches und journalistisches Geschick. Was ist nach Ihrer Ansicht nötig?

Antwort: Zwischen einem Webradio und dem Podcasting bestehen doch einige Unterschiede. Vom technischen und finanziellen Aufwand mal abgesehen, ist der Podcaster in der Regel eine Privatperson oder ein so genannter Corporate Podcaster (also ein Podcaster, welcher eine Firma, eine Organisation vertritt). Der private Podcaster braucht sich um ständig neue gut recherchierte Geschichten, Aktualität etc. keine allzu großen Gedanken machen. Auch die Finanzierung hält sich beschaulichen Rahmen. Man sollte daher nicht alles, was sendefähig ist in einen Topf werfen. Es ist gut, dass es nach wie vor ambitionierte Webradios gibt, die mehr als nur Werbejingles versenden und es ist genauso gut, dass die Mehrzahl der Podcasts bislang überwiegend werbefrei bleiben.

*

Frage: Sicherlich sind viele Leser/innen dieses Interviews jetzt neugierig geworden und möchten noch mehr über Sie und Ihr publizistisches Wirken erfahren. Bitte verraten Sie uns Internetadressen von Ihren Webseiten, auf denen man Sie hören kann und die Ihnen am meisten am Herz liegen!

TeddykriegerBlog

Antwort: Nun, sicherlich liegt mir mein eigentlicher Weblog sehr am Herzen. Web2.0, neue Start-Ups, Themen aus der Community, Berlin, Musik, aber auch Podcasting – das sind alles Themen, gepaart mit einem Schuss persönlichem, die dort zu finden sind.
http://teddykrieger.blog.de

TeddykriegerPodcast

Die zweite Adresse ist mein Podcast-Blog, in welchem nicht nur der Teddykrieger-Podcast zu hören und nachzulesen ist. Auch sonst dreht dort vieles um das Thema Podcasting, Wordpress, Produkttests usw.
http://www.teddykrieger-blog.de

TeddykriegerProduktest

Zum Thema Podcastsoftware kann ich noch meinen Produkttestblog empfehlen, in welchem ich mich u.a. auch mit der gängigen Podcastsoftware beschäftigt habe.
http://produkttest.blog.de

*

Frage: In einem Ihrer Weblogs heißt es: „Alles wird gut für den, der warten kann“. Stammt dieses Zitat von Ihnen und gilt es auch für Podcaster?

Antwort: Ja, das ist ein etwas älterer Slogan von mir, den ich dann mal für meinen ersten Weblog übernommen habe. Ich finde, er hat eine gewisse Allgemeingültigkeit und ist sicherlich auch auf das Thema Podcasting zu beziehen, denn auch dort klappt nicht immer alles gleich so, wie man es sich vorstellt. Ob technische Patzer, Softwareprobleme oder inhaltliche Fehlgriffe, auch braucht man Geduld und einfach Spaß an der Sache.

*

Die Fragen für das Interview stellte Ernst Probst, Betreiber des Weblogs http://medien-news.blog.de

Was bietet der Touristik-Kanal bei “Hit-TV”?

29.Juli 2007

Hit-TVTouristik

Interview mit Heiko Richter von „Hit-TV.eu“ – http://hit-tv.eu - Portal für Internetfernsehen in Zwickau (Sachsen):

*

Frage: Herr Richter, das Internetfernsehen bietet auch viele Möglichkeiten für wirkungsvolle Tourismus-Werbung. Wie könnte ein Urlaubsort dies nutzen?

Antwort: Wir haben bei Hit-TV.eu einen Touristik-Kanal eingerichtet, der genau diese Bestrebungen unterstützt. Hier können touristische Einrichtungen, Sehenswürdigkeiten, Orte oder auch Regionen ihr bereits vorhandenes Video einarbeiten lassen. Dies kostet ein vergleichsweise geringes Entgelt, das sich nach der Länge des Videos richtet. Eine Buchung erfolgt pro Jahr. Zusätzlich wird ein Banner oder ein Link zu dem Anbieter geschaltet. So kann der Zuschauer ganz bequem zur Homepage des Anbieters gelangen und sich dort weitere Informationen holen oder auch direkt buchen. Momentan haben wir dazu ein Aktionsangebot: Wer dieses Jahr bucht, hat den Vertragsbeginn am 1. Januar 2008. Das gesamte restliche Jahr 2007 gibt es als Bonus gratis. Auch auf dem Touristik-Kanal sind alle Beiträge selbstverständlich in voller TV Auflösung

*

Frage: Mancher Urlaubsort möchte vielleicht sogar einen eigenen Internetfernsehsender starten. Kann „Hit-TV.eu“ dabei helfen?

Antwort: Wie bei allen Internet-TV-Projekten bieten wir gern unsere Hilfe dafür an. Ein Internet-TV-Sender sollte auch im Tourismussektor ein ausgewogenes Verhältnis im Bereich Kosten und Nutzen haben. Gerade auf dem Gebiet Touristik können wir auf Erfahrungen aus der Produktion der Sendereihe „Boulevard Canarias“ zurückblicken. Diese Sendungen, damals via Astra ausgestrahlt, waren ein Vorläufer des Touristik-Kanals, allerdings nur von den Kanarischen Inseln. Ehe man einen kompletten Sender gründet, sollte man, meiner Meinung nach, den ersten Schritt gemeinsam gehen. Es sei denn, man ist ein Konzern und hat ein sehr großes Budget. Ich denke auch hier gilt, lieber die Mittel in eine gute Produktion stecken und mit einer funktionierenden Infrastruktur arbeiten. Hat man dies erfolgreich absolviert, kann man immer noch weitere Schritte machen. Das ist für alle Seiten vorteilhafter und erhöht die Effizienz.

*

Frage: Bei „Hit-TV.eu“ gibt es den Kanal „Touristik“, in dem bereits Filmbeiträge zu sehen sind. Welche Filme kann man dort einstellen?

Antwort: Eingestellt werden kann alles im Zusammenhang zum Thema Tourismus. Dies können wie oben bereits erwähnt Regionen, Einrichtungen Sehenswürdigkeiten, Hotels, Gastronomie usw. sein. Bedingung ist aber auch hier, sie sollten professionell erstellt sein. Für Urlaubs- und Amateurvideos gibt es andere Plätze im Netz. Wir wollen unseren Zuschauer mit unseren etwas strengeren Maßstäben auch auf dem Touristik-Kanal Beiträge im gewohnter Qualität anbieten. Schließlich wollen sich die touristischen Einrichtungen von ihrer schönsten Seite zeigen. Da richtet man mit mangelnder Qualität eher Schaden an. Die Leute sollen einen Vorgeschmack auf ihren nächsten Urlaub bekommen und nicht abgeschreckt werden.

Frage: Nicht jeder kann selbst einen sehenswerten Filmbeitrag über einen Urlaubsort produzieren. Können Sie jemand empfehlen, der bezahlte Filme herstellt?

Antwort: Es gibt in den meisten größeren Städten Film- und Fernsehproduktionsfirmen, die entsprechende Technik und das Know-how besitzen. Man sollte sich da einfach ein paar Beiträge oder andere Reverenzobjekte zeigen lassen. Im Zweifelsfalle können wir auch unsere Meinung, gestützt auf unsere jahrelangen Erfahrungen, sagen. Insbesondere Aufnahmen die mit viel Sonne und Wasser zu tun haben, sollten von Leuten realisiert werden, die mit den besonderen Lichtverhältnissen umgehen können. Wir haben bei unserem Auslandsaufenthalt beobachtet, dass selbst Teams von namhaften Fernsehsendern Probleme damit hatten. Dunkle Gesichter an einem schönen Strand sehen nicht so toll aus. Wer keinen Ansprechpartner findet, kann sich natürlich auch an uns wenden. Wir versuchen dann zu helfen.

*

Die Fragen stellte Ernst Probst, Betreiber des Weblogs „Internetfernsehen von A bis Z“, http://internetfernsehen-von-a-z.blogspot.com

Für Kameramänner ist jeder Tag ein Abenteuer

6.Juli 2007

Interview mit Heiko Richter von „Hit-TV.eu“ - http://hit-tv.eu - Portal für Internetfernsehen aus Zwickau in Sachsen

*

Frage: Herr Richter, Sie sind der „geistige Vater“ von Hit-TV.eu“, des erfolgreichen Portals für Internetfernsehen, sowie Produzent und Kameramann, also sozusagen ein Multitalent. Wie kamen sie zu den Traumberufen Produzent und Kameramann?

Antwort: Direkt, aber auch auf Umwegen. Bereits in der 2. Klasse in der Schule habe ich von meiner Mutter meinen ersten Fotoapparat bekommen. Seit dieser Zeit lässt mich das Thema “Bilder machen” nicht mehr los und es begleitete mich mein ganzes Leben. Als älterer Schüler griff ich das erste Mal zu einer 8mm Kamera, das war meine erste Berührung mit Bewegtbild. Leider waren die Bedingungen vor der Wende in der DDR nicht so optimal, so dass ich fotografieren nur hobbymäßig betrieb. Ich hatte jedoch auch mein eigenes kleines Labor, indem ich sogar Farbaufnahmen entwickelte. Heute ist das kein Problem, aber in der DDR gab es Farbfotopapier nur unter dem Ladentisch und Chemikalien nur einmal im Jahr. Die Entwicklung erfolgte dann in fünf Bädern, wo die Temperatur konstant gehalten werde musste.
Nach 1989 änderte sich alles und ich konnte mir erstmals eine hochwertige S-VHS Kamera zulegen. Mitte der 90-er Jahre kam ich dann zu einem neugegründeten Lokalsender in Chemnitz. Als dieser den Betrieb einstellte, sah ich mich um und machte ein mehrwöchiges Praktikum beim MDR. Mit diesem Wissen hatte ich dann meine ersten Jobs als freier Kameramann und Cutter und arbeitete für verschiedene Auftraggeber. 1998 war es dann so weit. Ich kaufte mir meine erste Fernsehkamera und von da an lieferte ich für nahezu alle großen deutschen Fernsehstationen Material vor allem im Nachrichten- und Boulevard-Bereich. Inzwischen hatte ich, damals in Chemnitz, ein Team gebildet und wir wagten uns an unsere erste 30 Minuten- Produktion - “Boulevard Chemnitz”.
Daraus entwickelte sich das Format “Boulevard Canaris”, eine Sendung die wir auf Gran Canaria produzierten und die damals auf dem Sat Kanal „TV-Lastminute.de” europaweit ausgestrahlt wurde. Leider wurde der Sender verkauft und der Sendeplatz für unsere Sendung gestrichen. So sind wir wieder zurück nach Deutschland gekommen und seit zwei Jahren in Zwickau ansässig. Von hier aus produzieren wir für viele kleine und große Sender, beliefern Zeitungen mit Bildern und natürlich betreiben wir unser jüngstes Baby Hit-TV.eu – http://hit-tv.eu

*

Frage: Laien haben vermutlich meistens keine klare Vorstellung über das Berufsbild eines Produzenten. Was ist Ihre wichtigste Aufgabe?

Antwort: Nun, ich bin kein klassisch ausgebildeter Produzent, sondern ich bin in diesen Job hineingewachsen. Der Produzent hat aus meiner Sicht, egal ob bei kleineren oder größeren Produktionen, die Aufgabe, alle Fäden in der Hand zu halten. Er ist der zentrale Ansprechpartner in allen Fragen und er trägt auch die Verantwortung und verwaltet das Budget. Je höher dies ist, desto mehr Fachpersonal kann man für eine Produktion “einkaufen”. Das macht es auch so schwierig, eine Produktion zu kalkulieren. Man kann 30 Sekunden für Millionen von Euro produzieren (wie z. B. einen Werbespot) oder 30 Minuten für 1000 Euro (das sieht dann aber auch entsprechend einfach aus). Eine Produktion ist wie ein Puzzle. Da gibt es auch welche mit 30 Teilen oder welche mit 5000 Teilen. Je mehr Teile, so hochwertiger das Puzzle oder in unserem Fall die Produktion.

*

Frage: Sicherlich würden viele junge Leute gerne als Kameramann arbeiten. Was muss ein Kameramann unbedingt beherrschen?

Antwort: Das Wichtigste ist die Liebe zum Beruf, man muss es wirklich wollen und zu 100 Prozent dahinter stehen. Ich glaube, Kameramann ist kein Beruf, den jemand ausüben sollte, der seinen 8-Stunden-Tag haben will und pünktlich nach dem Prinzip Stechuhr die Kamera “fallen lässt” und dann Freizeit haben möchte.
Dann sollte man sich überlegen, in welche Richtung man gehen möchte. Hier gibt es beispielsweise die Richtung für Spielfilme, Studioproduktionen oder Sport oder … also Kameraleute, die größtenteils auf Anweisung des Regisseurs arbeiten. Hier empfiehlt sich ein richtiges Studium. Es gibt dazu im Gegensatz (oder als Ergänzung) die Kategorie der EB-Kameraleute (EB = Elektronische Berichterstattung). Hier ist ein Studium auch nicht verkehrt, aber man kann auch als Quereinsteiger erfolgreich sein (das geht natürlich auch in der ersten Kategorie). Diese Kameraleute sind immer unterwegs und müssen sich schnell und flexibel auf sich ständig ändernde Situationen einstellen. Das gilt Sommer wie Winter, egal ob bei Regen oder Schnee. Macht aber auch Spass und man lernt täglich etwas mehr die Welt kennen.
Grundlegend sollte ein Kameramann mit der aktuellen Technik vertraut sein, Bildgestaltung beherrschen, sich etwas in Farb- und Formenlehre auskennen, sich mit Lichtgestaltung beschäftigen und diese Sachen kombinieren. Einerseits sind es Techniken, die man erlernen kann, aber es sind auch persönliche Einflüsse und Sichtweisen, die in ein Werk einfließen. Jeder Kameramann ist auch irgendwo ein Künstler und hat seine Handschrift.
Wenn junge Leute interessiert sind und schon einige Grunderfahrungen mitbringen, so können sie sich gern bei uns melden. Mein Kollege von „TVnews Hessen“ und ich können helfen, im Nachrichtenbereich einen Einstieg in diesen Beruf zu finden. Gerade für „Hit-TV.eu“ suchen wir Leute, die in Deutschland, Österreich und der Schweiz im Nachrichtenbereich tätig sein wollen. Wir würden eine Grundschulung und die ständige Betreuung übernehmen und könnten das Material, welches produziert wird, auch gegenüber den Sendern zusätzlich vermarkten.

*

Frage: Bei jeder Arbeit gibt es Freuden und Leiden. Was macht Ihnen als Kameramann viel Spaß und was bereitet Ihnen Ärger?

Antwort: Im Großen und Ganzen überwiegen die Freuden des Berufs, wenn man freundlich empfangen wird und der Dreh reibungslos abläuft. Es ist wie überall, wenn man ein Lob über einen Beitrag oder eine Sendung hört, freut man sich. Neulich kam jemand bei einem Dreh auf mich zu und sagte “Öh - Hit-TV – Geil! – Ich bin Euer größter Fan!” So etwas schmeichelt einem schon.
Man lernt so viele neue Sachen kennen, wo man als “Normalmensch“ nie hinkommen würde. Das möchte ich nicht missen. Es gibt so viel zu entdecken und täglich kommt neues dazu. Ich habe durch diesen Job schon sehr viel gelernt, über Menschen und über ihr Umfeld und es ist immer wieder faszinierend. Jeder Tag ist ein Abenteuer, da man meist nicht weiß, was einen erwartet.
Ärgerliche Situationen gibt es natürlich auch, vor allem wenn man auf Bürokratie stößt oder auf Leute, die mit dem Thema Medien nicht umgehen können. Bei manchen Sachen wird man auch schon mal angepöbelt. Besonders schlimm empfinde ich es, wenn es z. B. Gaffer bei Unfällen sind, die dann irgendwelche Bemerkungen machen. “Paparazzi” ist da oftmals nur die mildeste Form der Sachen, die man sich anhören muss. Bei uns ist die Arbeit mit Polizei, Feuerwehr und Rettungskräften abgestimmt und wir behindern die notwendigen Arbeiten nicht, wie gerade jene, die am sich oftmals am Lautesten bemerkbar machen. Als Chronist unserer Zeit sind wir, Kameramänner und Reporter, Auge und Ohr von Tausenden. Das verstehen viele leider in solchen Situationen nicht.
Es gibt aber auch Situationen, die sind sehr emotional und es stehen mir selbst die Tränen in den Augen hinter der Kamera. Das war beispielsweise an dem Wochenende so, als ich für die ARD-Sondersendung als einer von fünf Kameraleuten zum Thema „Amoklauf von Erfurt“ unterwegs war. Es war eine gespenstische Situation, die ich nie vergessen werde und schon bei dem Gedanken an damals, bekomme ich Gänsehaut.

*

Frage: Wer kann Ihre honorarpflichtigen Dienste als Kameramann in Anspruch nehmen?

Antwort: Vom Grundsatz her jeder, der das Honorar bezahlt. Es ist jedoch so, dass ich bestimmte Sachen auch nicht mache. Beispielsweise für Hochzeiten und Familienfeiern bin ich nicht zu begeistern. Für einen Spielfilm bin ich wahrscheinlich nicht gut genug ausgebildet. Am liebsten und da fühle ich mich wohl, arbeite ich als EB-Kameramann für das Fernsehen, vor allem, wenn es darum geht, schnell zu sein und das sind nun mal die Nachrichten. Für eine Nachricht kann ich alles stehen und liegen lassen. Innerhalb von fünf Minuten kann ich im Auto sein.

*

Frage: Kann man bei „Hit-TV“ Filmbeiträge oder Videoclips, die von Ihnen gedreht wurden, bewundern?

Antwort: Nicht nur bei „Hit-TV“. Da sind alle Beiträge, wo „Medienservice Lohs“ drunter steht, von mir gedreht und geschnitten. Es laufen aber auch immer wieder Bilder von mir bei MDR, ARD, ZDF, RTL, N24, Sat1, Pro7 usw. - Gute Nachrichten sind gefragt und wenn man sie als Bewegtbild hat und diese auch professionell umgesetzt sind, werden sie von den Sendern gern gekauft.

*

Heiko Richter ist bei der Firma „Medienservice Lohs“ einer der Macher von „Hit-TV“, Portal für Internetfernsehen. „Hit-TV“ zeigt in momentan 11 eigenen Kanälen gute Unterhaltung und interessante Informationen und präsentiert unter anderem eine sehr nützliche „Virtuelle Fernbedienung“, mit deren Hilfe man zahlreiche deutschsprachige Internetfernsehsender anwählen kann.

*

Die Fragen stellte Ernst Probst, Betreiber des Weblogs „Internetfernsehen von A bis Z“, http://internetfernsehen-von-a-z.blogspot.com

So wird ein TV-Gerät zum Internet-TV-Gerät

4.Juli 2007

Hit-TV1

Interview mit Heiko Richter von „Hit-TV.eu“, Portal für Internetfernsehen - http://hit-tv.eu - in Zwickau (Sachsen)

*

Frage: Wenn man das reichhaltige Filmangebot vieler Internetfernsehsender auf einem relativ kleinen Computerbildschirm sieht, wünscht man sich oft, dies auch auf einem merklich größeren Fernsehbildschirm tun zu können. Ist dies heute schon technisch möglich?

Antwort: Im Prinzip ja, es ist zur Zeit nur noch etwas kompliziert. Man braucht momentan in der Nähe des Fernsehgeräts einen Computer. Wenn man diesen mit dem TV-Gerät verbindet, ist es möglich, das Computerbild auf das Fernsehgerät zu übertragen. Man wählt dann auf dem PC sein Lieblingsprogramm via Internet an und kann es auf dem Fernsehbildschirm sichtbar machen. Ich habe dies schon mit einem Notebook getestet als meine Sat-Anlage defekt war. Es funktionierte. Bei den meisten Programmen hat man allerdings auf Grund der Auflösung eine geringere Qualität als bei den herkömmlichen TV-Sendern. Die Beiträge von „Hit-TV.eu“ sind jedoch auch auf großen Monitoren in guter Qualität sichtbar.

*

Frage: Wenn vom Internetfernsehen die Rede ist, heißt dies dann immer, dass die Sendungen nur auf dem Computerbildschirm betrachtet werden können?

Antwort: Mal abgesehen von den speziellen Angeboten der großen Netzanbieter mit eigenen IP-TV-Angeboten und eigenen Boxen, wo man Internetfernsehen auf dem Fernsehbildschirm sichtbar macht, kann man sagen:

Auf keinen Fall. Unsere Bestrebungen bei „Hit-TV.eu“ gingen seit dem Sendestart dahin, Internetfernsehen auch losgelöst vom Computer auf dem Fernsehbildschirm zu ermöglichen. Leider fehlt es an der geeigneten Hardware. Es gibt zwar IP-TV-Boxen. Diese sind jedoch an den Anbieter gebunden. Wir haben schon bei einigen Firmen angefragt, aber bisher war die Suche erfolglos. Viele unserer Zuschauer wären an so einer Lösung interessiert, aber bisher haben wir noch nichts passendes gefunden.

*

Frage: Wie sieht in Ihren Augen die “ideale Internet-TV-Box” aus?

Antwort: Eine Box würde nach unseren Vorstellungen so aussehen:

Die Box muss sich erstens relativ einfach ins wLAN / LAN einfügen und zweitens mit einer normalen Fernbedienung steuerbar sein. Optional kann man (Funk) Tastatur und Maus nutzen. Sie sollte etwas Speicher besitzen, mindestens 20 GB. Die Anschlüsse wären für Out - Video/Audio out, HDMI, Scart, RGB, Digitaler Ton (5.1), für In - USB, diverse Karten … Optional sollte man die Box mit einem DVD-Laufwerk/Brenner und mit einer Festplatte aufrüsten können. Selbstverständlich sollten alle gängigen Video-, Bild- und Audioformate abgespielt werden können.

Die Funktion stelle ich mir so vor:

Man schaltet die Box ein und hat sechs Pictogramme vor sich, die wie folgt belegt sind

Hit-TV.eu
Streaming Angebote
Video- und andere On Demand-Portale
Internet
E-Mail
eigenes Netz

Die Funktionen der Pictogramme im Einzelnen:

Hit-TV.eu
Hier kann man das gesamte Programm von „Hit-TV.eu“ nutzen. Diese Seite entspricht der Homepage und wird ständig aktualisiert. Von da aus kann man mit der Fernbedienung quer durch alle Kanäle navigieren und sich das anschauen, was man möchte.

Streaming-Angebote
Hier werden alle Sender mit Streaming-Angeboten auf einer zentral gepflegten Seite angeboten (ähnlich unserer „Virtuellen Fernbedienung“). Wie beim EPG der Satboxen werden Zusatzinformationen dargeboten. Neue Sender werden ständig zentral eingepflegt und stehen ohne zusätzlichen Aufwand dem Zuschauer zur Verfügung. Der Zuschauer kann nach Kategorien aussuchen und seine Lieblingsprogramme in einer Favoritenliste speichern.

Video- und andere On Demand-Portale
Hier kann man On Demand-Portale, wenn sie es wünschen, einpflegen, so kann man vielleicht auch Youtube und myVideo auf dem Fernsehbildschirm sehen, vorstellbar aber hier die ZDF-Mediathek oder andere noch entstehende Angebote.

Internet und E-Mail
Die Box soll keinen PC ersetzen, aber mit einer (nicht in der Grundausstattung dazugehörenden) Tastatur und Maus ausgerüstet kann man Surfen und seine E-Mails abrufen. Dies ist eine Möglichkeit für Computermuffel, nicht auf das Internet zu verzichten und alle anderen Inhalte des Internets zugänglich zu machen, die nicht in den ersten drei Punkten gelistet sind.

eigenes Netz
Mit dieser Funktion kann man alle Multimediainhalte vom eigenen Computer auf dem Fernsehbildschirm sichtbar machen, dies können Filme oder Fotos sein, aber auch Audiodateien kann man sich anhören, gleich welches Format

Eventuell kann man noch ein weiteres Pictogramm für Webradios mit einbauen, dieses würde äquivalent wie der Punkt Streaming Angebote funktionieren aber für Radioprogramme.

Wichtig ist, dass die Box offen ist für alle Anbieter von Audio- und Video Programmen. Sie kann unabhängig betrieben werden, egal auf welchen Weg man einen Internetzugang hat und bei welchem Provider. Ihr wird einfach eine IP zugeordnet. So könnte aus jedem Fernsehgerät ohne großen Aufwand ein Internetfernseher werden.

Idealerweise sollte die Box in der Grundausstattung weniger als hundert Euro kosten.

Falls ein Hersteller so eine Box anbietet oder bereit ist, diese zu bauen, kann er sich gern bei uns melden, wir bieten unsere Unterstützung an.

*

Frage: Man liest und hört oft von Videorekordern, die Fernsehsendungen im Internet aufzeichnen und auf Festplatten von Computern abspeichern. Wie kann man diesen Service nutzen?

Antwort: Der Service ist relativ einfach zu nutzen. Ich persönlich nutze http://www.save.tv - es gibt aber auch noch andere Anbieter, die ähnlich funktionieren. Nach Zahlung einer kleinen Gebühr, kann man bei diesem Anbieter aus 25 Programmen insgesamt 3000 Minuten aufnehmen. Ein Programmführer erleichtert die Auswahl.
Ein Klick auf den Namen der Sendung reicht aus, um die Programmierung vorzunehmen. Diese Programmierung kann von jedem Internet-PC oder Handy vorgenommen werden. Sobald die Aufnahme fertig ist, kann man diese gestreamt anschauen oder auf seinen Computer herunterladen. Von da aus kann man alles problemlos auf DVD oder Chipkarte ringen und die Sendung auf dem Fernsehbildschirm via DVD-Player anschauen. Nachdem man die aufgenommene Sendung heruntergeladen hat, gibt man den Speicherplatz wieder frei, der dann für weitere Aufnahmen wieder zur Verfügung steht.
Interessant ist, dass man theoretisch auf allen 25 Kanälen parallel aufnehmen kann. Dies bedeutet in der Praxis, wenn auf mehreren Kanälen interessante Sendungen kommen, kann man alle gleichzeitig aufnehmen.

*

Heiko Richter ist bei der Firma „Medienservice Lohs“ einer der Macher von „Hit-TV“, Portal für Internetfernsehen. „Hit-TV“ zeigt in momentan 11 igenen Kanälen gute Unterhaltung und interessante Informationen und präsentiert unter anderem eine sehr nützliche „Virtuelle Fernbedienung“, mit deren Hilfe man zahlreiche deutschsprachige nternetfernsehsender anwählen kann.

*

Die Fragen stellte Ernst Probst,
Betreiber des Weblogs „Internetfernsehen von A bis Z“, http://internetfernsehen-von-a-z.blogspot.com

Hit-TV: Portal für Internetfernsehen hat viel vor

25.Juni 2007

Hit-TV1

*

Interview mit Heiko Richter von „Hit-TV“, Portal für Internetfernsehen aus Zwickau mit der Adresse http://hit-tv.eu

*

Lehren aus der Abhängigkeit gezogen

Frage: Herr Richter, vor weniger als einem Jahr, nämlich Mitte August 2006, ist „Hit-TV“ mit einer Vorabversion ans Netz gegangen. Welche Ziele hat dieses Portal für Internetfernsehen?

Antwort: Als klassische TV-Produktionsfirma, vor allem im Nachrichtenbereich, sind wir in großer Abhängigkeit von TV-Sendern. Während der Fußballweltmeisterschaft bekamen wir diese Abhängigkeit stark zu spüren, da Nachrichten außer über Fußball nicht gefragt waren. Zahlreiche Nachrichten wanderten ins Regal, obwohl wir viel Zeit und Arbeit investiert hatten. Wir waren zum Handeln gezwungen, da lag es nahe die Nachrichten im Internet zu veröffentlichen.

*

Beiträge in voller Fernsehauflösung

Frage: Auf der Startseite von „Hit-TV“ werden sehr viele eigene Kanäle erwähnt. Was erwartet dort die Besucher/innen?

Antwort: Die Zuschauer erwartet ein “hoffentlich” interessantes Programm. Auf derzeit 10 Kanälen bieten wir in der ersten Version Fernsehbeiträge und Magazinsendungen in einer breiten und immer mehr wachsenden Palette. Diese sind in voller Fernsehauflösung (720×576 - 4:3, 720×400 - 16:9 oder testweise in HD) im DivX Format. Dies hat den Vorteil, dass man die Beiträge nicht nur am Computerbildschirm anschauen, sondern auch problemlos herunterladen kann, um diese via DVD oder Chipkarte auf dem heimischen Fernsehgerät zu sehen. Alle Beiträge und Sendungen sehen selbst auf einem 42 Zoll-Monitor noch ansehnlich aus. Damit schließen wir auch alle Zuschauer, die noch kein DSL haben, ein. Es dauert zwar etwas länger, eine Sendung herunterzuladen, aber via DVD oder Chipkarte oder mobilem Gerät hat man dafür die nötige Qualität. Bei uns gilt das Motto: Sehen, wann man will! Sehen, was man will! Sehen, wo man will! Wir zwingen niemand, zu einer bestimmten Zeit vor das Fernsehgerät, um seine Lieblingssendung zu sehen, bei uns kann er es Tag und Nacht, selbst nach einer längeren Zeit, denn gelöscht wird bei „Hit-TV“ nichts.

*

HIt-TV-Fernbedienung

Die Top 10 auf der „virtuellen Fernbedienung“

Frage: Mit der so genannten „virtuellen Fernbedienung“ von „Hit-TV“ können zahlreiche kostenlose Internetfernsehsender angewählt werden. Welche Web-TV-Sender werden besonders oft angeklickt?

Antwort: Unser Schwerpunkt liegt auf den eigenen Kanälen. Die virtuelle Fernbedienung ist ein kleines Servicetool, welches wir anbieten. Sicherlich ist es nicht vollständig, aber wir wollen damit den Zuschauern Internetfernsehen generell näher bringen. Die Top 10 sind hier (2007):

1. ZDF
2. Petn Movie
3. BahnTV
4. 123TV
5. WürfelzuckerTV
6. AfrikaHitTV
7. Petn Music
8. N-TV
9. DeLuxeMusic
10. GigaTV

*

Zukunftsträchtige Kombination

Frage: Über die faszinierende Welt das Internetfernsehens herrscht noch viel Unwissenheit. Welche Zukunft hat nach Ihrer Ansicht das Internet-TV?

Antwort: Die Zukunft liegt aus meiner Sicht in einer Kombination aus klassischen linearen Programmen und On Demand Angeboten. Wir suchen z. B. derzeit einen Boxenhersteller, der unsere eigenen Kanäle und die Kanäle der virtuellen Fernbedienung (und weitere) via WLAN den Zuschauern direkt zum Fernseher bringt. Wir glauben dass diese Kombination zukunftsträchtig ist und das Internet als Verbreitungsträger ideal ist, da es weltweit verfügbar ist. Interessant ist, bei „Hit-TV“ fallen keine zusätzlichen Kosten an und das halte ich für sehr wichtig. Zuschauer müssen GEZ, Kabelgebühren, Internetgebühren und und und … bezahlen. Da sollte Fernsehen wenigstens kostenlos bzw. werbefinanziert für alle zur Verfügung stehen. Darüber hinaus kann es durchaus Optionen für Premium Content, z. B. Spielfilme, geben. Klassische Videotheken gab es auch parallel zum klassischen Fernsehen. Das kostenfreie Angebot sollte jedoch überwiegen. Es gibt, wenn man die gesamte Szene verfolgt ja auch viele kleine und größere Internet-TV-Anbieter. Wir sehen hier die Zukunft. Die Major-TV-Anbieter werden natürlich auch in nächster Zeit den Markt dominieren, aber die Quoten werden zugunsten der breiten Vielfalt an Fernsehsendern bei den „Dinosauriern“ sinken. Jedoch auch bei den kleinen Anbietern wird sich Spreu und Weizen trennen. Spezielle Angebote und(oder) qualitativ hoher Content wird sich durchsetzen. Vor allem bei On Demand-Angeboten wählt der Zuschauer bewusst den Beitrag oder die Sendung aus. Internetfernsehen steht ja erst am Anfang gegenüber dem klassischen Fernsehen, welches ja schon seit 60 Jahren existiert. In 10 Jahren werden wir zu den heutigen ersten Schritten schmunzelnd zurückblicken. Internetfernsehen wird voraussichtlich so selbstverständlich sein wie heute ein Internetanschluss und ein Computer.

*

Offen für professionelle Contentanbieter

Frage: Auf der Startseite von „Hit-TV“ ist zu lesen, Besucher/innen könnten für „Hit-TV“ Beiträge oder Sendungen produzieren. Wie ist dies möglich?

Antwort: „Hit-TV“ ist offen für Contentanbieter professioneller Art, und es melden sich auch ständig neue Produktionsfirmen, die Sendungen bei uns ausstrahlen wollen. Jüngstes Beispiel ist unser Motorrad Rennsport Magazin “Rechts is’ Gas”, welches wir seit 25. Juni 2007 im Programm haben. Die obengenannten Vorteile liegen dabei auf der Hand. „Hit-TV“ hat inzwischen einen gewissen Bekanntheitsgrad, der ständig und stetig zunimmt und der Produzent hat keine Arbeit, außer das Material zu uns zu senden. Wir haben unser System offen gestaltet und Erweiterungen sind von Anfang an vorgesehen. Wenn morgen der Anbieter X kommt und möchte seinen Content bei uns ausstrahlen, dann werden wir einen Kanal finden, wo diese Beiträge reinpassen, oder es wird ein neuer Kanal geschaffen. Wichtig ist, dass es geschnitten und vertont ist und unseren Qualitätsstandards entsprechend produziert ist. Wir haben eine Plattform für Videojournalisten und TV-Produktionsfirmen geschaffen, aber auch fortgeschrittene Amateure haben eine Chance, wobei wir bei denen im Einzelfall entscheiden. Wir wollen bewusst keine Videoplattform sein, wo jeder seinen Content einstellen kann. Dafür gibt es namhaftere und in dieser Richtung spezialisierte Anbieter, ebenso wie im Bereich Erotik.
Warum soll jeder TV-Produzent das Fahrrad noch einmal erfinden, wenn er bei uns dieses zur Verfügung gestellt bekommt. Die Produzenten sollen sich auf ihr Geschäft, nämlich das Produzieren, konzentrieren und viel guten Content schaffen. Es ist aus meiner Sicht für alle vernünftiger, Produktionen bei uns zu hinterlegen, anstatt selbst zu veröffentlichen. Man hat durch die Synergie einen höheren Zuschauerkreis und braucht sich nicht mit den technischen Details des Internetfernsehens herumzuschlagen. Hier werden wir auch in der Version 2 noch mehr Möglichkeiten anbieten. Vor allem im Bereich Nachrichten suchen wir noch Partner aus Deutschland, Österreich und Schweiz. Nationale Nachrichten ist einer unserer Schwerpunkte, auf Wunsch können wir hier auch Leute anlernen und die Vermarktung der Nachrichten zu anderen TV-Stationen übernehmen

*

Preiswerte Werbung

Frage: Bei „Hit-TV“ wird ungewöhnlich viel Unterhaltung und Information geboten. Besteht auch die Möglichkeit zu preiswerter Werbung?

Antwort: Ja, sicher. Es gibt die unterschiedlichsten Formen der Werbung, wie Präsentation von Beiträgen und Sendungen, Produktionskostenzuschüssen für Werbebeiträge (werden gekennzeichnet) und natürlich Schaltungen von Werbefilmen z. B. auf dem Tourismuskanal und anderen noch zu schaffenden Kanälen. Die Preise sind bei einem jungen Medium durchaus bezahlbar und weitaus niedriger als beim klassischen Fernsehen.
Eine Innovation ist auch unser Werbekanal. Hier kann man Werbespots einstellen, die der Zuschauer sich freiwillig anschaut. Interessant bei diesem Versuch ist, dass der Werbetreibende den Preis selbst bestimmt. Unter jeder Spotvorschau steht ein Betrag. Diesen plus 1 Euro muss der Werbetreibende bezahlen, um auf diese Position zu kommen. Alle, die dahinter stehen, rutschen automatisch eine Position nach rechts bzw. unten bzw. eine Seite zurück. Dies ist ein Experiment und wir sind gespannt, wie es von den Werbetreibenden angenommen wird. Die bisher enthaltenen Spots werden jedenfalls angeschaut. Ich könnte mir das gut für einige Kampagnen vorstellen.
Wer Interesse an Werbung hat sollte sich am besten mit uns in Verbindung setzen, wir schnüren dann ein spezielles Angebot. Wir werden darüber hinaus auch in den kommenden Versionen noch einige neue Ideen versuchen umzusetzen.

*

Shopping-Kanal geplant

Frage: „Hit-TV“ hat auch einen „Hit-TV Shop“. Was kann man dort kaufen?

Antwort: Momentan werden hier „Hit-TV“-Souvenirs und T-Shirts verkauft, weitere Produkte werden hinzukommen.
Für alle Shopping-Freunde sei jedoch gesagt, dass ein direkter Shopping-Kanal in Vorbereitung ist.

*

Kostenlos fernsehen

Frage: Innerhalb von weniger als einem Jahr ist das Angebot von „Hit-TV“ erstaunlich gewachsen. Haben Sie noch neue Pläne?

Antwort: Sicher, momentan haben wir die Version 1.0 und es gibt bereits Planungen bis zur Version 7.0 Ich kann an dieser Stelle schon versprechen, es wird in jeder der kommenden Versionen jeweils interessante Neuerungen geben. Wann welche Version dann auf den Zuschauer zukommt, kann ich nicht sagen, da dies an Umsatzziele gekoppelt ist. Programmierung, Entwicklung und Server kosten Geld. Da wir keine Venture-Kapitalgeber haben, müssen wir sehr diszipliniert mit den Ausgaben umgehen, um im entsprechenden Rahmen zu bleiben. Dazu kommt Contentent-Produktion und Systempflege. Es sei aber soviel verraten, das in der Version 2, an der wir derzeitig arbeiten, ein komplett neues „Hit-TV“ zusehen sein wird. Wir werden wir uns von der Einzelerstellung der Webseiten verabschieden und auf ein CMS (Content Management System) umstellen. Auch wird es ein ansprechenderes Design geben. Mit „Hit-TV 2.0“ wird die Zuspielung von neuen Beiträgen und Sendungen erheblich vereinfacht. Der Zuschauer hat dann auch eine Suchfunktion. Bei momentan über 450 Beiträgen und Sendungen wird es auch notwendig.

Eins wird jedoch alle für alle Versionen gleich bleiben. Der Zuschauer kann kostenfrei fernsehen, die Beiträge und Sendungen für den Privatgebrauch kostenfrei herunterladen, darf sie auch an Freunde und Bekannte kostenfrei weitergeben und alle Beiträge/Sendungen können auf Homepages oder Blogs kostenfrei eingebunden werden.

*

Die Fragen für das Interview stellte Ernst Probst, Betreiber des Weblogs http://www.public-relations-blog.de

*

Weblinks:

Hit-TV.eu listet Internetfernsehsender auf
http://medien-news.blog.de/2007/06/21/hit_tv_eu_listet_internetfernsehsender_a~2493286

Virtuelle Fernbedienung für Internetfernsehsender
http://medien-news.blog.de/2007/06/22/virtuelle_fernbedienung_fur_internetfern~2499648

Wichtige Links zum Internetfernsehen

10.Juni 2007

Wiesbaden - Die Suche nach sehenswerten Internetfernsehsendern wird durch Linklisten über Web-TV-Sender sehr erleichtert. Nachfolgend eine Auswahl interessanter und wichtiger Links über das Thema Internetfernsehsender:

Channelchooser (Verzeichnis internationaler Internetfernsehsender)
http://www.channelchooser.com

Das Beste aus dem Internetfernsehen
http://www.internetfernsehsender-a-z.de.vu

DeliCast.com (Verzeichnis internationaler Internetfernsehsender)
http://delicast.com

Fernsehen im Internet (Weblog über Internetfernsehen
http://fernsehen-im-internet.blogspot.com

Fernsehen im Internet (Forum über Internetfernsehen)
http://fernseheniminternet.siteboard.de

FMarket - Film Video Online
http://www.fmarket.de/internetfernsehen.shtml

For UTV (Interactive Digital Television)
http://www.forutv.de/forutv/start.html

Global InternetTV Portal (Verzeichnis internationaler Internetfernsehsender)
http://www.global-itv.com/index.php

Internetfernsehsender in Deutschland
http://www.web-tv-sender-deutschland.de.vu

Internetfernsehsender in der Schweiz
http://www.internetfernsehen-schweiz.de.vu

Internetfernsehsender in Österreich
http://www.internetfernsehen-austria.de.vu

Jump TV (250 Channels aus mehr als 70 Ländern)
http://www.jumptv.com

myTV.de (Verzeichnis internationaler Internetfernsehsender)
http://www.myTV.de

Network2 TV (Portal für Internetfernsehen mit Online Channels)
http://network2.tv

Onlineglotze.tv (deutschprachige Internetfernsehsender)
http://www.onlineglotze.tv

Radio und Fernsehen (Weblog über Internetradio und Internetfernsehen)
http://radio-und-fernsehen.blogspot.com

Streamwatch.de (Verzeichnis internationaler Internetfernsehsender)
http://streamwatch.de

3w-tv (Verzeichnis internationaler Internetfernsehsender)
http://www.3w-tv.com

*

Kommerzielle Links:

Internet TV Software
http://www.tv-auf-dem-pc.de

Internet TV - 1000 Sender
http://www.bockaufblog.de

Radio und TV am POS
http://www.storecast.de

TPTV oder Web TV
http://www.atkon.de

TV und Radio in deinem PC
http://www.freefernsehen.de

TV-Sendungen via Internet aufnehmen
http://www.video-recorder.tv

*

Liste wird aktualisiert!

Satire-Welt öffnet ihre Pforten

30.März 2007


Satire ist die Kunst, einem anderen so auf den Fuß zu treten,
dass er es merkt, aber nicht aufschreit. Helmut Qualtinger

Wiesbaden - “Was darf die Satire?” fragte Kurt Tucholsky und anwortete sofort selbst darauf mit einen einzigen Wort: “Alles”. So weit wie dieser berühmte deutsche Autor will das Weblog “Satire-Welt” nicht gehen. Denn bei der Humorlosigkeit vieler heutiger Zeitgenossen hätte ein “zu kritisches” Satire-Blog sicherlich bald viel mit Rechtsanwälten und Gerichten zu tun.

“Satire-Welt” mit der Internetadresse http://satire-welt.blogspot.com will “nur” unterhalten und nicht unbedingt irgendjemand ärgern, auch wenn er oder sie es eigentlich verdient hätte, kräftig auf den Fuß getreten zu werden. Geplant sind Satiren in Wort und Bild, aber auch Glossen, Aphorismen, Bilder, Karikaturen und Videoclips.

Die Videoclips werden von bekannten Videoplattformen wie www.youtube.com, www.clipfish.com oder www.myvideo.de bezogen. Soweit möglich, sollen oft Filmausschnitte mit Satirikern, Kabarettisten und Humoristen präsentiert werden. Und zwar solche von früher und von heute.

Bisher sind bei “Satire-Welt” schon Kabarettisten bzw. Humoristen wie Eberhard Cohrs, Gerd Dudenhöffer (Heinz Becker), Dieter Hallervorden (Didi), Urban Priol und Karl Valentin zu sehen und zu hören. Weitere werden folgen.

Der Begriff Satire wird im Weblog “Satire-Welt” nicht ganz so eng gesehen. Manche Beiträge in Wort und Bild sowie mit Ton und Video sind im eigentlichen Sinne gar keine Satire, sondern bestensfalls mehr oder minder Humor. Haarespalten ist keine Spezialität der “Satire-Welt”. Dafür gibt es anderswo schon genug Experten von eigenen Gnaden.

Drehbuchmaschine revolutioniert Filmproduktion

27.März 2007


Animationsfilm “Die zweite Zukunft” bei MyVideo.de

Bremerhaven – “Creative Basement Media” hat am 16. März 2007 auf der Videoplattform MyVideo.de einen sehenswerten Animationsfilm mit dem Titel: “Die zweite Zukunft” eingestellt. Dieser Film ist seitdem unter der Internetadresse http://www.myvideo.de/watch/1049228 zu sehen, besitzt eine Lauflänge von mehr als 2 Minuten und ist erst in der Nacht vorher in nur 6 Stunden aus dem Stegreif hergestellt worden – von einer einzigen Person. Möglich wurde dies durch eine so genannte Drehbuchmaschine, mit welcher der Filmemacher Detlef R. Kerkau aus Langen/Sievern als Erster in Deutschland einen Spielfilm dieses neuen Genres produziert hat.

Die Drehbuchmaschine wurde nicht von “Creative Basement Media” erfunden. Diese Ehre gebührt den genialen Programmierern der “Lionhead Studios”. “Creative Basement Media” hat lediglich damit experimentiert und benutzt dieses Programm. Durch die Koppelung mit anderen filmtechnischen Bearbeitungsprogrammen und in Verbindung mit der traditionellen Blue/Greenscreen-Tricktechnik wurden die Möglichkeiten dieses Drehbuchprogramms erweitert, um nicht nur kurze, einfache Clips, sondern auch Animationsfilme mit komplexeren Strukturen in Spielfilmlänge herstellen zu können. Was auch gelungen ist.

Der Aufwand für die Herstellung von einer Minute Animationsfilm beträgt also 3 Arbeitsstunden. Hochgerechnet kann eine in der Software geübte Person in nur 38 Arbeitstagen einen kompletten Animationsfilm von 100 Minuten Lauflänge herstellen. Alle Trickfilmproduzenten werden erahnen, was das kaufmännisch bedeutet.

“Creative Basement Media” hat in den letzten zwölf Monaten drei solcher “Drehbuch”-Animationsspielfilme produziert. Der erste Film dieses neuen Genres heißt “Classical Creatures I - Freund und Feind” und wurde am 25. Januar 2006 in Bremerhaven uraufgeführt. Der zweite Film war der Western “Joe Bluff is Tuff”. Diese beiden Filme bewerben sich zur Zeit um die Teilnahme am “European Media Art Festival” in Osnabrück. Der dritte Film “Bazilla” wird am 5. April 2007 in Bremerhaven uraufgeführt.

Im Grunde sind diese Filme jedoch ein “Nebenprodukt” der Drehbuchmaschine - die im eigentlichen Sinne ein Filmstudio-Simulationsprogramm ist. Das heißt: Die Animation simuliert einen geplanten Film vor dem eigentlichen Realdreh. Jede geplante Szene, jede Kameraeinstellung oder -fahrt, der Einsatz eines Krans, jede Perspektive – ob aus der Nähe oder Totale – und selbst die Beleuchtung, all das kann vorher simuliert werden. Und, als Clou – unter allen möglichen Wetterbedingungen, wie Schnee, Regen, Wind oder Sturm.

Das Neue an der Drehbuchmaschine ist die Herstellungsweise, die sich von der bisherigen Trickfilmerei dadurch unterscheidet, dass “Virtuelle Schauspieler” zum Einsatz kommen, die alle möglichen Rollen spielen können. Diese Schauspieler können alles, was Menschen tun und noch viel mehr. Durch dieses revolutionäre neue Verfahren hat die Trickfilmerei dank – den “Lionhead Studios” – einen Quantensprung gemacht.

Kerkau

Detlef R. Kerkau

*

Kontakt:
Creative Basement Media
Detlef R. Kerkau
Kiefernweg 5
27607 Langen/Sievern
Telefon: 0176/27273642

Weblog berichtet über Todesstrafe

27.März 2007

Frankfurt am Main - “Jeder hat das Recht auf Leben, Freiheit und Sicherheit der Person”. So steht es in der Menschenrechtsererklärung der Vereinten Nationen aus dem Jahre 1948. Ungeachtet dessen wurde in den USA von 1976 bis 2005 die Todesstrafe 3344 mal verhängt und 1.640 mal vollstreckt.

Mit dem traurigen Thema “Die Todesstrafe in den USA” befasst sich das Weblog “kaffeesatz” (Zeitungsschau bei einer Tasse Kaffee) unter der Internetadresse http://kaffeesatz.blog.de - Der komplette Beitrag ist unter der Adresse http://kaffeesatz.blog.de/2007/03/26/title~1976831 zu lesen.

Im ersten Teil des Beitrages wird zunächst die lange und komplizierte Geschichte der Todesstrafe in den USA geschildert. Die erste bekannte Hinrichtung erfolgte bereits 1608.

Im zweiten Teil “Todesstrafe - ein Mittel der Bestrafung” legt die Autorin dar, weshalb sie selbst die Todesstrafe ablehnt. Argumente für und wider werden gegeneinander abgewogen.

Der dritte Teil ist ein Interview mit Joachim Kübler, dem Autor des Weblogs http://www.nodeathpenalty.net. Kübler setzt sich in Deutschland aktiv gegen die Todesstrafe und für die Kandidaten im Todestrakt ein. Er organisiert Brieffreundschaften für die Kandidaten, verschickt Newsletter und richtet das ein oder andere Schreiben an den jeweiligen Gouverneur.

Den vierten Teil und Schluss bildet ein Interview mit Oktavia Castarphen, einer Strafverteidigerin und Gegnerin der Todesstrafe in Texas. Castarphen vertritt in dem Interview die Meinung, dass die Todesstrafe keine Strafe als solches ist, sondern Rache und Vergeltung. Außerdem sei die Gefahr, das Unschuldige verurteilt und hingerichtet werden, sehr hoch.

Weblog Welt des Wissens gestartet

28.Februar 2007


Wiesbaden - Das Weblog “Welt-des-Wissens” veröffentlicht künftig interessante Nachrichten aus Kultur, Medien, Natur, Umwelt und Wissenschaft. Unter der Internetadresse http://welt-des-wissens.blogspot.com werden News präsentiert, die mit Bildern, Tönen und Videos versehen sind.

“Welt-des-Wissens” publiziert eigene Nachrichten sowie RSS-Feeds aus den Weblogs http://archaeologie-news.blog.de, http://biografien-news.blog.de, http://dinosaurier-news.blog.de, http://fossilien-news.blog.de, http://internet-zeitung.blogspot.com, http://kultur-news.blog.de, http://literatur-news.blog.de, http://medien-news-blog.de, http://userblogs.free-radio.de/index.php/sauriernews und http://wissenschafts-news.blog.de

Gründer und Betreiber von “Welt-des-Wissens” ist der Wiesbadener Journalist, Wissenschaftsautor und Buchautor Ernst Probst. Er hat sich durch unzählige populärwissenschaftliche Artikel für Zeitungen, Zeitschriften, Nachrichtenagenturen und Pressedienst sowie durch zahlreiche Bücher einen Namen in der Fachwelt gemacht. Bis vor kurzem arbeitete er auch als Buchverleger, Fossilienhändler und Antiquitätenhändler.

FeedArea: Eine gute Adresse für Blogger

19.Februar 2007

FeedArea

Meerbusch / Wiesbaden - Profis schmunzeln oft darüber, wenn Anfänger/innen den RSS-Feed ihres Weblogs in jede RSS-Suchmaschine oder jedes RSS-Verzeichnis eintragen, auf das sie beim Surfen im Internet zufällig stoßen. Mag sein, dass dies nicht unbedingt nötig ist, aber es gibt auch Webseiten, auf denen man sein Blog schon eintragen sollte.

Zu den für Blogger/innen besonders empfehlenswerten Webseiten gehört “FeedArea”, das RSS und Atom-Content Feed und Podcast Portal. Unter der Internetadresse http://www.feedarea.de wird viel geboten. Dort kann man Feeds und Podcasts schnell, bequem und kostenlos eintragen.

Für Eintragungen stehen viele Kategorien zur Verfügung, die in zahlreiche Unterkategorien gegliedert sind. Hier bleiben kaum noch Wünsche offen. Folgende Kategorien findet man am linken Rand der Startseite:

Computer
Freizeit
Gesellschaft
Gesundheit
Kultur
Medien
Online-Shops
Regional
Spiele
Sport
Wirtschaft
Wissen
Wissenschaft
Zuhause

Dass “FeedArea” eine gute Adresse in der Bloggerwelt ist, wissen bereits sehr viele Betreiber/innen von Weblogs und Podcasts sehr zu schätzen. Dies belegt eindeutig die große Zahl der bisher eingetragenen Feeds und Podcasts.

“FeedArea” eignet sich natürlich auch ideal für die Suche nach interessanten Feeds oder Podcasts. Besonders lesenwerte bzw. hörenswerte Entdeckungen findet man in den Rubriken “Top 10 der neuesten Podcasts” und “Top 10 der neuesten Feeds”.

Wenn man mit dem Service von “FeedArea” sehr zufrieden ist, kann man sich dafür bedanken, indem man auf interessante Anzeigen klickt!

Meinung ja, Unwahres nein

31.Januar 2007

Interview mit Jacqueline Dehe vom Weblog „RECHTBUNT“ über das Internet:

*

Frage: Frau Dehe, Sie betreiben zusammen mit anderen Autoren unter der Internetadresse http://rechtbunt.blogspot.com das erfolgreiche Weblog „RECHTBUNT”. Worüber berichten Sie in diesem Blog, das in den ersten drei Monaten bereits rund 30.000 Besucher anlockte?

Jacqueline Dehe: Unser Motto lautet: RECHTBUNT ist ein Blog, bei dem es um vielseitige Betrachtungen rund um das Tagesgeschehen, das Recht und Chinas Reissäcke geht. Es stellt daher ein FunBlog dar, welches aber auch durchaus ernste Themen aufgreift. Die Themen werden dabei vielfältig entsprechend dem Zeitgeschehen oder aus “Lust und Laune” ausgewählt, teilweise sogar von den Lesern vorgegeben.

*

Frage: Heute ist es möglich, dass jeder, der des Lesens und Schreibens mächtig ist sowie Zugang zum Internet hat, weltweit Artikel und Kommentare veröffentlichen kann. Wird diese Freiheit missbraucht.

Jacqueline Dehe: Das Internet bietet natürlich unendliche Möglichkeiten. Gerade an der Anzahl der Foren und Blogs sieht man, dass sehr viele Menschen diese Möglichkeit wahrnehmen. Es läuft doch heute nichts mehr ohne Internet, Email und Homepage. Und natürlich kommt es dann auch vor, dass diese “Freiheit” des Internets missbraucht wird. Dies zeigt sich gerade in Foren oder in
abgegebenen Kommentaren. Es ist für einige eben viel leichter, ihre Meinung “per Computer” abzugeben, als einem direkten “Gegenüber“ Rede und Antwort zu stehen.
Auch auf unserem Blog wird regelmäßig versucht, grenzwertige Kommentare zu veröffentlichen. Unser Motto ist, die mögliche Zensur so klein wie irgend möglich zu halten. Eine verdeckte Zensur hinsichtlich Herausgeberfreundlichkeit findet bei uns nicht statt. Nicht veröffentlicht werden Kommentare, die strafrechtlich relevant sind.
Weiterhin versuchen neuerdings einige, über die Kommentarfunktion zu spammen, also ihre Werbung für verschiedene Produkte unterzubringen.

*

Frage: Beim Surfen im Internet stößt man vor allem in Foren und Weblogs auf Beiträge, in denen Personen oder Firmen namentlich – teilweise von anonymen Usern – heftig kritisiert werden. Darf jeder jeden öffentlich mit oder ohne Grund und mit Namen im Internet angreifen?

Jacqueline Dehe: Dies kann so nicht eindeutig beantwortet werden. Wenn Herr Müller ein Thema zur Diskussion stellt, dann muss er sich auch gefallen lassen, dass er kritisiert wird.
Werden Dritte kritisiert, muss man zwischen Personen, die in der
Öffentlichkeit stehen und Privatpersonen differenzieren. Bei Privatpersonen ist der Schutz wesentlich höher, als bei Personen, die in der Öffentlichkeit stehen. Insgesamt müssen sich die Äußerungen dann noch an Art. 5 GG messen. Hierbei ist zu unterscheiden zwischen Meinungen und Tatsachenbehauptungen. Unwahre Tatsachenbehauptungen sind immer unzulässig, Meinungen sind zulässig, dürfen allerdings keine Beleidigung i.S.d. § 185 StGB darstellen.

*

Frage: In manchen Foren und Weblogs heißt es, der Herr oder die Frau oder die Firma X sei komisch. Oder man liest, der Herr X oder die Frau X schreibe nur Mist. Muss der so Getadelte dies hinnehmen?

Jacqueline Dehe: Auch hier kann ich nur auf meine vorhergehende Antwort hinweisen. Es kommt auf den jeweiligen Zusammenhang an. Schreibe ich auf RechtBunt einen Beitrag und ein Kommentator meint, dieser sei Mist, ist dies von seiner Meinungsfreiheit gedeckt. Schreibt dieser jedoch, ich sei dämlich, so ist dies nicht mehr von der Meinungsfreiheit gedeckt.

*

Frage: Wenn jemand im Internet mit Schimpfworten wie Idiot oder Sau beleidigt oder zu Unrecht kritisiert wurde und deswegen einen Rechtsanwalt einschaltet, welche Folgen drohen dann dem Urheber der Beleidigung oder ungerechtfertigten Kritik?

Jacqueline Dehe: Dieses geht dann von der Unterlassung über den Widerruf bis hin zum Schadensersatz und Schmerzensgeld.

*

Frage: In Weblogs werden oft ohne Rücksprache interessante Texte oder schöne Fotos anderer mit oder ohne Quellenangabe veröffentlicht, was gegen das Urheberrecht verstößt? Wie können sich Geschädigte dagegen wehren?

Jacqueline Dehe: Auch hier bedarf es dann einer individuellen Beratung, da es auf den Einzelfall ankommt. Rechtlos ist der Geschädigte nicht und er kann im Regelfall dagegen vorgehen. Wichtig ist, die Verletzung des Urheberrechtes zunächst zu dokumentieren. Und in der Regel besteht auch ein Unterlassungsanspruch und ggf. Schadensersatz, wobei der Schaden nachgewiesen werden muss.
Für die Unterlassung bzw. die Durchsetzung der Unterlassung muss der
Verletzer abgemahnt werden. Dies kann jeder selbst machen oder natürlich einen Anwalt hinzuziehen.
Ich persönlich würde mir die Seite ansehen und bei kleineren Verletzungen zunächst den Kontakt zu dem Seitenbetreiber suchen. Dies ist jedoch meine - wie geschrieben - persönliche Meinung, da mir die Auswüchse der Abmahnpraxis zuwider sind.

*

Frage: In vielen Weblogs erlauben die Betreiber, dass ihre Beiträge kommentiert werden. Haften die Betreiber auch für die Inhalte von Kommentaren, wenn diese Beleidigungen oder Lügen enthalten?

Jacqueline Dehe: Hier hat sich die Rechtsprechung gewandelt und es wird eine Haftung der Betreiber in der Regel (Störerhaftung) angenommen. Bekanntestes Urteil hierzu ist wohl das “Heise-Urteil”. Aber auch die Rechtsprechung anderer Gerichte (Hamburg, Köln, Frankfurt am Main) geht in diese Richtung. Dieses ist auch der Grund, warum dann und wann RechtBunt Kommentare nicht veröffentlicht, bzw. entfernt.

*

Frage: Im Internet existieren viele Foren und Weblogs mit teilweise hohen Besucherzahlen und Seitenabrufen, deren Betreiber kein Impressum veröffentlichen, aus dem ihr Name und ihre Anschrift ersichtlich wäre. Ist dies juristisch korrekt?

Jacqueline Dehe: Reine private Blogs müssen kein Impressum haben, da hier die Ausnahme gem. § 2 Abs. 2 TDG i.d.R. greift. Ansonsten gilt § 6 TDG. Ob dies auf Dauer haltbar ist, wage ich im Hinblick auf die Wachstumszahlen von “privaten Blogs” zu bezwweifeln. Gerichtsurteile sind mir keine bekannt.

*

Frage: Welchen allgemeinen Rat geben Sie Usern, die oft und viel im Internet Beiträge veröffentlichen?

Jacqueline Dehe: Zunächst, den Spaß an der Sache nicht aus den Augen zu verlieren. Weiter sollte sich jeder User fragen, ob er den Eintrag hinnehmen würde, wenn er der Empfänger des Textes wäre. Auch sollte, sofern Behauptungen aufgestellt werden, diese beweisbar sein (Tatsachenbehauptungen, s.o.).

Bloggerei.de

24.Dezember 2006

bloggerei.de - deutsches Blogverzeichnis

Bei Free Radio OpenNews sein Weblog vorstellen

20.Dezember 2006

Wiesbaden - Ein interessantes Weblog ist eine Pressemitteilung im Internet wert. Zum Beispiel auf der sehr empfehlenswerten Webseite “Free Radio OpenNews” mit der Adresse http://news.free-radio.de/index.php/on

Bei “Free Radio OpenNews” kann jeder - nach kostenloser und kurzer Registrierung - als Journalist bzw. Journalistin aktiv werden und interessante Texte mit mehreren Bildern veröffentlichen. Die dort publizierten Nachrichten sind auch bei “Google News Deutschland” unter der Adresse http://news.google.de lesbar.

Veröffentlichungen sind in vielen Kategorien möglich:

Allgemeines
Auto & Freizeit
Bücher & Bildung
Computer & Technik
Entertainment
Essen & Trinken
Gesundheit
Home, Life & Job
Inland & Politik
Internet
Kunst & Kultur
Kurioses
Medienspiegel
Schreibclub
Surftipps
Weltgeschehen
Wirtschaft
Wissenschaft

Bei der Veröffentlichung einer Pressemitteilung können mehrere Kategorien gewählt werden (eine in der rechten Reihe, mehrere in der linken Reihe).

*

http://medien-news.blog.de ist ein Weblog des Wiesbadener Journalisten Ernst Probst

So wird ein Blog zur Nachrichtenquelle

14.Dezember 2006

De-Blogs

Wiesbaden - Private oder kommerzielle Weblogs mit interessanten Informationen und Nachrichten dienen bei immer mehr Webseiten als Nachrichtenquelle. Um zu erreichen, dass die Beiträge aus einem Blog von einem Nachrichtenportal oder Newsaggregator präsentiert werden, muss man oft nur seinen RSS-Feed anmelden und einige Angaben wie Beschreibung der Quelle und E-Mail-Adresse des Anbieters machen.

Hier eine Auswahl von Webseiten, die RSS-Feeds von Weblogs als Nachrichtenquelle schätzen:

RedTram
Bei der internationalen Nachrichtensuchmaschine “RedTram” kann man RSS-Feeds aus Blogs unter der Adresse http://www.redtram.de/pages/addsource eintragen. Es dauert aber einige Wochen, bis die Beiträge bei “RedTram” erscheinen.

WIKIO
Auch bei “WIKIO”, das schon wenige Tage nach dem Start am 12. Dezember 2006 für Furore im Internet sorgt, kann der RSS-Feed eines Blogs unter der Adresse http://www.wikio.de/addsource/?referrer=/aktuell als “Internetquelle” gemeldet werden. Von dieser Möglichkeit haben schon sehr viele User/innen gerne Gebrauch gemacht.

De-Blogs.com
“De-Blogs.com”, der Aggregator für deutschsprachige Blogs, bietet unter der Adresse http://top.de-blogs.com/index.php?a=join die Gelegenheit, den RSS-Feed eines Blogs einzutragen. Bei “De-Blogs.com” gibt es zudem eine Liste mit Top-Blogs und eine Blogs-Community.

Speedyfeed
Auf der englischsprachigen Webseite http://www.speedyfeed.com kann man mit ein paar Handgriffen eine Nachrichtenübersicht starten, in der man RSS-Feeds präsentieren kann. Die Übersicht hat eine eigene Internetadresse. Kleiner Schönheitsfehler: ä, ö, ü werden nicht korrekt dargestellt. Nach einem Klick auf die Schlagzeile erscheint aber die korrekte Originalnachricht.

Siteboard.de
Wer selbst eine Webseite haben möchte, auf der er den RSS-Feed seines oder mehrerer Blogs - veröffentlichen möchte, ist mit einem kostenlosen Forum bei http://www.siteboard.de gut bedient. In einem Siteboard-Forum mit RSS-Feed kann man eigene und fremde RSS-Feeds einspeisen. Es können auch mehrere Blogger - jeder für sich - ein eigenes Siteboard-Forum starten und in diesen verschiedenen Foren gegenseitig ihre RSS-Feeds veröffentlichen. Den RSS-Feed eines Siteboard-Forums kann man bei RSS-Suchmaschinen - wie www.rss-scout.de oder www.rss-nachrichten.de - registrieren.

*

Wenn jemand eine weitere Webseite kennt, auf der man einen RSS-Feed als Nachrichtenquelle eintragen kann, kann er bzw. sie dies im Forum http://weblogforum.siteboard.de mitteilen.

*

Nachtrag: Private Weblogs haben meistens nur dann eine Chance, dass ihr RSS-Feed als Nachrichtenquelle verwendet wird, wenn sie interessante Informationen und Nachrichten enthalten. Einträge wie “Ich habe ein Weblog, weiß aber nicht, was ich schreiben soll” oder “Ich habe heute keine Lust” liest niemand gerne.

Die Dialektik: Eine neue Zeitschrift aus Österreich

4.Dezember 2006

Wien / Wiesbaden - Eine neue, freie und unabhängige Zeitschrift aus Österreich ist im Internet an den Start gegangen. Sie heißt “Die Dialektik”, hat die Adresse http://www.diedialektik.at und veröffentlicht interessante Beiträge über Politik, Wirtschaft, Sport, Kultur und Sonstiges.

“Die Dialektik” wurde von Schülern einer Höheren Technischen Lehranstalt in Wien gestartet, um den mangelnden Möglichkeiten der Mitbestimmung im Bereich der Medien entgegenzuwirken. Das Projektteam will eine freie Zeitschrift schaffen, wobei die Bedeutung von “frei” im Sinne von Gedankenfreiheit zu verstehen ist.

Jeder Benutzer bzw. jede Benutzerin kann nach der Anmeldung eigene Artikel verfassen und andere Beiträge bewerten. Mit der Veröffentlichung von Beiträgen erklärt man sich damit einverstanden, dass der Inhalt gemeinfrei ist und somit von jedem Medium weiterverwendet werden kann. Die Aufgaben der Redaktion wurden auf die Sicherung der Qualität reduziert.

“Die Dialektik” plant auch eine gedruckte Ausgabe mit den am besten bewerteten Artikeln. Interessierten sollen die Chance erhalten, ihr journalistisches Können zu zeigen und zu verbessern. Ziel ist, dass Menschen ihr Wissen in ihren Fachbereichen mit anderen teilen, über Innovationen, Neuheiten und Besonderheiten berichten und über diese Themen auch mit anderen diskutieren können.

Besonders interessant ist diese Plattform für junge Journalisten in spe, die ihr Talent damit perfektionieren können und gleichzeitig ein direktes Feedback erhalten.

“Die Dialektik” will durch die Online-Plattform keine Gewinne erzielen, so dass jeder kostenlos mitmachen kann und keine Einbußen in Bezug auf die Qualität in Kauf nehmen muss. Nur die gedruckte Ausgabe wird kommerziell agieren, um die Kosten für die Planung, die Entwicklung und den Betrieb abzudecken.

Die Redaktion unterliegt einer strengen Kontrolle, um die politische und wirtschaftliche Unabhängigkeit zu sichern, da Gedankenfreiheit und die Pressefreiheit zu den obersten Prinzipien der Zeitschrift gehören. Sollte die Redaktion einen Artikel löschen, wird sie eine Begründung dafür nennen. Der Redaktionsleiter wird einmal im Jahr demokratisch gewählt.

Für weitere Informationen zu diesem Projekt steht Markus Pollak als Ansprechpartner gerne zur Verfügung.

Kontakt:
Projektleiter
Markus Pollak
Gemeindeaugasse 16/13
1220 Wien
Tel: +43 699 12408296
E-Mail: pollak.markus @ gmx.at

Die Dialektik.
Die freie und unabhängige Zeitschrift in Österreich
http://www.dieDialektik.at

Schweizer Medien-Weblog auf Erfolgskurs

20.November 2006

Zug / Wiesbaden - Dieser Blog ist im wahrsten Sinne des Wortes ein Senkrechtstarter. Erst im Sommer 2006 lanciert, rangiert der “Blog mit PEP” http://blogmitpep.blogspot.com im Herbst 2006 bei “Technorati” dank zahlreicher Links bereits auf Rang 140 679 - http://technorati.com/search/blogmitpep.blogspot.com -, für ein Schweizer Blog eine beachtliche Position.

Der “Blog mit PEP” liefert Informationen und Meinungen aus der Medien- und Kommunikationsbranche, wobei die Autorin Daniela A. Caviglia auch nicht vor Satire oder harscher Kritik zurück schreckt. Daneben finden PR- und Medieninteressierte aber auch praktische Anleitungen, Tipps und Linkempfehlungen sowie sachliche Kurzmeldungen.

Dass die Mischung in der Blogosphäre ankommt, zeigt auch die hohe Kommentarrate einiger Beiträge. Und sogar schon in die Printmedien hat der “Blog mit PEP” es geschafft: Der Beitrag “Zurück und gleich den Tagi geknackt” http://blogmitpep.blogspot.com/2006/10/zurck-und-gleich-den-tagi-geknackt.html war der Schweizer Tageszeitung “heute” einen Artikel wert. Der henusode-blog http://henusodeblog.blogspot.com erteilte dem “Blog mit PEP” sogar das Prädikat “frischer Qualitäts-Blog” http://henusodeblog.blogspot.com/2006/10/frische-qualitts-blogs.html

Die Medienfachfrau Caviglia betreibt neben dem “Blog mit PEP” auch noch das klassische Portal http://www.webmitpep.ch sowie ein Fachforum http://www.hilfdirselbst.ch/foren/gforum.cgi?do=forum_view&forum=57& - zudem ist sie Herausgeberin eines monatlichen Newsletters und ständige Mitarbeiterin der Fachzeitschrift “Schweizer Journalist” http://www.schweizer-journalist.ch